03.05.2019

Erschreckende Zahlen zu den weltweiten Militärausgaben

Ich aber sage Euch...

"Mehr Waffen machen die Welt sicherer!" Diese Logik zum Frieden findet der DOMRADIO.DE Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen schon immer komisch.

Unglaublich, über 1,8 Billionen US-Dollar! Das sind mehr als Eintausend-Sechshundert Milliarden Euro, die im Jahr 2018 weltweit für Waffen und Militär ausgegeben wurden. Die Welt, die im atomaren Overkill eh schon mehrfach alles Leben auslöschen kann, rüstet immer noch weiter auf. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Militärausgaben sind mit weitem Abstand die USA. Selbst Frankreich gibt für sein Militär mehr aus als Russland. Wer hätte das gedacht? Russland selber gibt übrigens für seinen Militärhaushalt nur etwa ein 15tel von dem aus, was alle Nato-Staaten investieren.

Und Deutschland? Wir nehmen nach dem aktuellen Bericht des schwedischen Forschungsinstituts SIPRI einen unrühmlichen achten Platz ein. Im letzten Jahr hat Deutschland knapp zwei Prozent mehr für die Rüstung ausgegeben – in der Summe fast 50 Milliarden US-Dollar. Und es soll ja erklärtermaßen noch mehr werden… All diese Zahlen übersteigen mein Vorstellungsvermögen.

Ich habe noch nie verstanden, dass mehr Ausgaben für Kriegswaffen die Welt angeblich sicher machen. Mehr Ausgaben für Bildung könnten die Welt klüger, gerechter machen. Mehr Ausgaben für den Klimaschutz oder die Bekämpfung des Hungers würden auch schnell die gewünschte Wirkung zeigen. Mehr Geld für Waffen aber macht nur Kriege wahrscheinlicher. Trump mag bei seiner Amtseinführung gleich auf zwei Bibeln schwören, all die selbsternannten Friedensstifter dieser Welt mögen mit ihren Massenvernichtungswaffen rasseln. Doch – all Ihr Mächtigen, ich will nicht singen eurem tauben Ohr. Ich sage im Vertrauen auf Gott: „Nein, nicht mit mir!“ Das Wort des Gottessohnes, „Liebet eure Feinde!“, gilt damals wie heute. Es ist unendlich schwer. Aber es ist gerade in einer Zeit der weltweiten Bedrohung durch immer mehr Massenvernichtungswaffen unsere einzige Chance.

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