Am Abend des Hochfestes Erscheinung des Herrn im Kölner Dom stellte Weihbischof Rolf Steinhäuser in seiner Predigt die frohe Botschaft der Geburt Jesu in den Mittelpunkt. Bei der Sternsinger-Aktion dieser Tage gehe es nicht nur darum, an einem sozialen Projekt mitzuwirken und anderen zu helfen, sondern um den Kern des Festes. "Erscheinung des Herrn" ist die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes "Epiphanie". In der Antike meinte es die Ankunft eines großen Herrschers in einer Stadt. Christen und Christinnen feiern an diesem Hochfest entsprechend die "Ankunft des Gottkönigs Jesus Christus bei den Menschen".
Dabei stehen die Weisen aus dem Morgenland sinngemäß für die ganze Menschheit. Deshalb werden sie häufig als Vertreter der damals bekannten Kontinente dargestellt: Afrika, Asien und Europa. Das Evangelium gelte nicht mehr nur dem auserwählten Volk, sondern allen Heiden: "Die Weisen aus dem Osten stehen für die Menschen, die Gott suchen und im Kind von Bethlehem finden".
Aus der Begegnung mit Jesus könne auch heute die Bereitschaft erwachsen, als Pilger und Pilgerinnen der Hoffnung gesendet zu werden. Mit dem Ende des Heiligen Jahres gehe es darum, die Botschaft der Hoffnung und Freude weiterzutragen. Steinhäuser ermutigte die Gläubigen abschließend dazu, "alles dafür zu tun", damit junge Menschen das Evangelium als ansteckend erleben.