Dompropst Guido Assmann deutet das Evangelium aus dem ersten Kapitel des Markus als Einheit aus drei zusammengehörenden Szenen: Heilung, Dienst und Gebet. Die Heilung der Schwiegermutter des Simon zeige, dass Jesu Wirken mehr sei als bloße Genesung; ihr anschließendes Dienen werde als Ausdruck des Glaubens verstanden. "Sie diente ihnen" beschreibe eine Haltung, in der Gottesbegegnung konkret im Dienst am Nächsten Gestalt annehme. Die zahlreichen Heilungen machten deutlich, dass Jesus Menschen zum Glauben führen wolle, nicht zur bloßen Bewunderung seiner Macht. Zugleich betont Assmann Jesu Rückzug ins Gebet: Trotz vieler Aufgaben suche er die Stille vor Gott. Daraus folge für alle Gläubigen die Einladung, Dienst am Menschen und Zeit für das Gebet miteinander zu verbinden, denn aus dieser Gottesbeziehung erwachse die Kraft zum Handeln.
"Gott dienen"
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