Kardinal Christoph Schönborn
Kardinal Christoph Schönborn

14.10.2021

Kardinal Schönborn wünscht sich mehr Mitgefühl in der Kirche Die Nähe leben

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, wünscht sich mehr Mitgefühl in der katholischen Kirche. Mit Blick auf die begonnene Weltsynode müsse die Kirche allen - vor allem den Leidenden - mehr zuhören und mitfühlen.

Das sagte Schönborn im Interview mit "Vatican News". Es gebe in Rom schöne Zeugnisse des Mitgefühls, etwa die Gemeinschaft Sant'Egidio oder die Gruppe "Nuovi Orizzonti" (Neue Horizonte) um die Aktivistin Chiara Amirante. "Sie sind ein Zeichen einer anderen Kirche, die Nähe lebt", so Schönborn. Und genau darauf sei seiner Meinung nach Papst Franziskus aus.

Konsultationsphase zu Beginn der Weltsynode

Der Wiener Kardinal betonte, dass es bei jeder Synode eine Konsultationsphase gebe. In diesem Fall steht zu Beginn der Weltsynode von Oktober bis März 2022 eine Beratungsphase auf Ebene der Bistümer, Orden, Gemeinschaften, theologischen Fakultäten und Kurienbehörden. Dabei sollen aus Sicht von Schönborn nicht neue Aktionsprogramme entstehen. "Davon haben wir viele", so der Erzbischof und nannte die Caritas als Beispiel. Vielmehr gehe es darum, durch Zuhören und Austausch, Gemeinschaft neu zu erleben.

Entschieden gegen Tendenz zum Bau von Mauern

Entschieden sprach sich Schönborn gegen die Tendenz aus, Mauern zu bauen, um Menschen von der Migration nach Europa abzuhalten. "Europa ist reich, Europa kann viel mehr tun, um armen Länder zu helfen, damit die Menschen ihre Heimat nicht mehr verlassen müssen." Der weltweite Waffenhandel etwa trage zur Migration bei und müsse enden. Er sei vor kurzem in Syrien gewesen und dort hätten ihm unter anderem viele junge Christen gesagt, dass sie keine Zukunft für sich in Syrien sähen. "Denn die Weltmächte schaffen keinen Frieden."

Schönborn ist Mitglied im Synodenrat. Dieser hatte Anfang der Woche mit Papst Franziskus über die bevorstehende Weltsynode beraten.

(KNA)

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