Blumen bei einem Gedenkgottesdienst in Myanmar
Blumen bei einem Gedenkgottesdienst in Myanmar
Demonstrantin mit einem Schild "Pray for Myanmar"
Demonstrantin mit einem Schild "Pray for Myanmar"

02.04.2021

Blumenstreik an Karfreitag in Myanmar Gedenken an die "Helden"

Am Karfreitag haben die Gegner des Militärputsches in Myanmar den "gefallenen Helden der Frühlingsrevolution" gedacht. An öffentlichen Plätzen seien dafür Blumen niedergelegt worden. Immer wieder gebe es nächtliche Verhaftungen und Tote.

Mit einem "Blumenstreik" haben die Gegner des Militärputsches in Myanmar am Karfreitag den "gefallenen Helden der Frühlingsrevolution" gedacht. Das teilte die "Bewegung für zivilen Ungehorsam" (CDM) in einem Tweet mit dem Hashtag #FlowerStrike mit.

An öffentlichen Plätzen seien Blumen niedergelegt worden. "Mögen alle gefallenen Helden in Frieden ruhen. Möge unsere Revolution mit ihrem Opfer und ihrer Liebe zu den Menschen erfolgreich sein." Seit dem Putsch vom 1. Februar sind laut Menschenrechtlern mehr als 540 Menschen, darunter 43 Kinder, von den Sicherheitskräften bei gewaltsamen Einsätzen gegen Demonstranten getötet worden.

Nächtliche Razzien

Die Junta habe seit dem Putsch Hunderte Menschen gewaltsam verschwinden lassen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW).

Bei nächtlichen Razzien würden Politiker, Journalisten, Aktivisten und Demonstranten verhaftet. "Die weitverbreitete Praxis von willkürlichen Verhaftungen und des Verschwindenlassens durch die Militärjunta scheint darauf angelegt zu sein, die Herzen der Anti-Putsch-Demonstranten in Angst und Schrecken zu versetzen", sagte Brad Adams, HRW-Experte für Myanmar.

Nach Angaben von Save the Children hat sich die Zahl der getöteten Kinder in den vergangenen zwölf Tagen auf mehr als 40 verdoppelt. Die Zahl der verletzten Kinder sei unbekannt, hieß es. Mehrere Kinder seien bei Razzien der Sicherheitskräfte in den Wohnungen der Familien getötet oder verletzt worden.

Interims-Verfassung der Untergrundregierung

Unterdessen bildeten die Gegner der Militärjunta zuletzt eine "Regierung der Einheit" und verkündeten eine Interims-Verfassung. Ziel sei die "Auslöschung der Diktatur" und die Bildung einer "inklusiven föderalen Demokratie", hieß es in einer Erklärung der Untergrundregierung "Committee Representing Pyithu Hluttaw" (CRPH).

Die CRPH besteht aus einer Gruppe von Parlamentariern, die bei der Wahl im November in das Repräsentantenhaus (Pyithu Hluttaw) gewählt worden waren und sich nach dem Putsch ihrer Festnahme durch Flucht entziehen konnten.

Die derzeitige Verfassung wurde von der ehemaligen Militärjunta entworfen und im Mai 2008 durch ein manipuliertes Referendum verabschiedet. Sie sichert dem Militär eine zentrale Rolle, indem sie ihm ein Viertel der Sitze im Parlament und damit de facto ein Veto gegen Verfassungsänderungen einräumt und gewährt ihm zudem die Kontrolle über die Ministerien Inneres, Verteidigung und Grenzschutz

(KNA)

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