Nach dem Militärputsch in Myanmar
Nach dem Militärputsch in Myanmar

29.03.2021

Weltweites Entsetzen über anhaltende Militärgewalt in Myanmar "Tag der Schande"

Politiker, Menschenrechtsorganisationen sowie die Vereinten Nationen haben das gewaltsame Vorgehen der Armee von Myanmar gegen friedliche Demonstranten verurteilt. Allein am Samtag wurden mehr als 100 Menschen bei Protesten getötet.

 "Das mörderische Militär von Myanmar" habe sein wahres Gesicht gezeigt, als es am Samstag Protestierende "niedermähte und mehr als 114 ermordete", sagte der Myanmar-Experte von Human Rights Watch (HRW), Phil Robertson, in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung.

Putsch am 1. Februar

In 44 Städten schlug die Armee mit äußerster Brutalität Proteste gegen den Putsch vom 1. Februar und die Militärjunta nieder - unter anderem durch den Einsatz von Handgranaten.

Drei Menschen starben Berichten zufolge bei einem Angriff der Luftwaffe auf ein Dorf der ethnischen Minderheit der Karen. In Mandalay, der zweitgrößten Stadt des südostasiatischen Landes, wurde laut dem Nachrichtenportal Myanmar Now ein Mann von Soldaten angeschossen und anschließend bei lebendigem Leib verbrannt.

Das Nachrichtenportal Irrawaddy berichtete, die Armee habe in einer Ortschaft in der Nähe von Mandalay 40 Häuser angezündet und die Bewohner daran gehindert, die Flammen zu löschen.

"Zutiefst schockierende" Bilder

Juntachef General Min Aung Hlaing sagte unterdessen bei einer Militärparade am Samstag zum jährlichen Tag der bewaffneten Streitkräfte am 27. März in der Hauptstadt Naypyidaw, das Militär schütze das Volk und strebe die Demokratie an.

Die Bundesregierung nannte die Bilder und Nachrichten aus Myanmar "zutiefst schockierend". Das Militär habe friedliche Demonstranten und sogar Kinder getötet, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD).

"Wir werden weiter mit unseren internationalen Partnern entschieden dafür eintreten, dass diese sinnlose Gewalt, die mit jedem Tag nur weiter ausufert, endet und Myanmar auf den Weg der Demokratie zurückkehren kann."

Forderung nach Ende der Gewalt

Auch die Armeechefs unter anderem von Deutschland, den USA, Australien und Südkorea, forderten in einer Erklärung ein Ende des gewaltsamen Vorgehens der Armee. Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Myanmar, Tom Andrews, verurteilte das Massaker an den Demonstranten und sprach von einem "Tag der Schande".

Der als Dr. Sasa bekannte Christ, der im Namen der von gewählten Parlamentsabgeordneten gebildeten Untergrundregierung Myanmar bei den Vereinten Nationen vertritt, twitterte am Sonntag, der Einsatz von Kriegswaffen werde die Proteste nicht beenden.

Die "Waffe des friedlichen Protests steht inmitten ihrer Gewalttaten aufrecht und stolz und sie ist der Grund, dass wir noch immer Hoffnung für die Zukunft Myanmars haben", so Dr. Sasa.

(KNA)

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