Ein in rotes Licht getauchtes Kolosseum für verfolgte Christen
Kolosseum in Rom erstrahlt für verfolgte Christen in Rot
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn

18.11.2020

Schönborn erinnert am "Red Wednesday" an verfolgte Christen Rot wie das Blut

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat zur Solidarität mit Menschen aufgerufen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt oder diskriminiert werden. Die Hilfsorganisation "Kirche in Not" will ein Zeichen setzen.

Bei einem Gottesdienst am Mittwoch im Stephansdom erinnerte Kardinal Christoph Schönborn insbesondere an betroffene "Brüder und Schwestern im christlichen Glauben". Der Wiener Erzbischof äußerte sich anlässlich des sogenannten "Red Wednesday". Bei der Aktion der internationalen Hilfsorganisation "Kirche in Not" sollen blutrot angestrahlte Baudenkmäler weltweit auf Millionen verfolgte Christen hinweisen.

Demnach beteiligen sich Tausende Kirchen und öffentliche Gebäude etwa in Österreich, Brasilien, Australien und der Slowakei am "Red Wednesday". In Österreich nimmt neben dem Parlament in der Wiener Hofburg auch das Stift Admont (Steiermark) teil, wie es hieß.

"Kirche in Not" weist auf Christenverfolgung hin

Österreichs Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka betonte: "Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens zu Opfern von Gewalt und Unterdrückung werden." Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen und zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen Christenverfolgung beizutragen.

Laut "Kirche in Not" sind rund 260 Millionen Christen weltweit aktuell von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens betroffen. In 60 Staaten würden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in 14 davon komme es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit. Im vergangenen Jahr seien dabei insgesamt 4.136 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet worden. Der erste Red Wednesday fand 2015 statt.

(KNA)

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