Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) vor dem Abflug nach Beirut
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) vor dem Abflug nach Beirut

06.08.2020

Hilfswerke starten Soforthilfe für den Libanon "Lage erkunden und beurteilen"

Nach der Explosion im Hafen von Beirut organisieren immer mehr Hilfsorganisationen finanzielle und humanitäre Unterstützung. Caritas International mahnte schnelle und umfangreiche Hilfe an. 

Das Hilfswerk stellte 100.000 Euro für die Schwesterorganisation im Libanon bereit und sei mit zwei mobilen Teams selbst vor Ort. Es gehe vor allem um medizinische Hilfe für die Verletzten, da die Krankenhäuser überfordert seien, sagte der Leiter der katholischen Hilfsorganisation, Oliver Müller, im rbb-Inforadio (Donnerstag).

Malteser und THW helfen

Der Malteser Hilfsdienst unterstützt die betroffenen Menschen nach eigenen Angaben ebenfalls mit 100.000 Euro. Zudem seien drei mobile Kliniken aus anderen Regionen des Landes in die Hauptstadt verlegt sowie knapp 200 freiwillige Helfer für Aufräumarbeiten gewonnen worden. "Die Botschaft an die Bevölkerung lautet: Wir sind bei euch, wir lassen euch nach dieser Katastrophe nicht allein, sondern packen mit an", betonte der Malteser-Länderkoordinator für den Libanon, Clemens Mirbach.

Auch das Technische Hilfswerk (THW) entsandte 50 Katastrophenhelfer. Sie sollen vor Ort «die Lage erkunden und beurteilen, Verschüttete lokalisieren und retten, Gebäudeschäden beurteilen und die Botschaft unterstützen», erklärte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner. 

Human Rights Watch zweifelt an Regierung

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte unterdessen internationale Beteiligung sowohl an den Ermittlungen zu den Explosionsursachen als auch zur Verteilung der Soforthilfen an die Bevölkerung. Man habe "ernsthafte Bedenken" über die Fähigkeit und Transparenz der libanesischen Regierung und Justiz. Die Beaufsichtigung durch eine internationale Kommission sei der beste Weg, die Folgen der Katastrophe einzudämmen.

Die Bonner Organisation "Help" schickte erste Nothelfer nach Beirut. Zudem habe man den Krankenhäusern der Stadt 20.000 Euro zur Verfügung gestellt, so Einsatzleiter Kayu Orellana. 

Mindestens 137 Menschen gestorben, 5000 verletzt

Durch die Detonation am Dienstagabend starben nach derzeitigen Angaben mindestens 137 Menschen; rund 5.000 wurden verletzt. In den von der Druckwelle zerstörten Häusern wurden geschätzt rund 300.000 Einwohner obdachlos.

Die genaue Ursache ist weiter unklar. Medienberichten zufolge sollen rund 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in einer ungesicherten Lagerhalle im Beiruter Hafen Feuer gefangen haben und explodiert sein. Die Stadt wurde zum Katastrophengebiet erklärt.

(KNA)

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