Hände des Kardinals Albert Malcolm Ranjith, Erzbischof von Colombo (Sri Lanka)
Hände des Kardinals Albert Malcolm Ranjith, Erzbischof von Colombo (Sri Lanka)
Archiv: Nach den Anschlägen in Sri Lanka
Kleriker (r) besuchen die durch eine Explosion beschädigte St.-Sebastians-Kirche

13.04.2020

Sri Lankas Katholiken vergeben Selbstmordattentätern Gedenken an blutigen Ostersonntag

Die Botschaft Christi zu Herzen genommen: Die Katholiken von Sri Lanka haben dem Erzbischof von Colombo zufolge den Selbstmordattentätern vom Ostersonntag 2019 vergeben. Bei den Terroranschlägen starben mehr als 250 Menschen.

Bei den Anschlägen auf drei Kirchen und drei Luxushotels am Ostersonntag 2019, der auf den 21. April fiel, seien nicht nur Katholiken, sondern auch Muslime, Hindus und Buddhisten ums Leben gekommen, zitierte der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Montag aus der Osterpredigt von Kardinal Malcolm Ranjith.

"Selbstsucht wäre als menschliche Reaktion denkbar gewesen, aber wir haben damals die Botschaft Christi geachtet und die Feinde, die uns umgebracht haben, geliebt", so Ranjith.

Die Attentäter stammten aus der islamistischen Gruppe National Thowheed Jamath aus Sri Lanka mit Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat". Die Regierung von Sri Lanka hatte nach den Anschlägen Berichte bestätigt, vom indischen Geheimdienst vor einem bevorstehenden Anschlag gewarnt worden zu sein.

"Anschläge seien vermeidbar gewesen"

Im Dezember 2019 hatte Kardinal Ranjith in seiner Aussage vor dem vom Präsidenten Gotabaya Rajapaksa eingesetzten Ausschuss zur Untersuchung der Anschläge den Sicherheitsbehörden Versagen vorgeworfen. Die Anschläge, so Ranjith, seien vermeidbar gewesen.

Seinen Wahlsieg im November 2019 verdankte Rajapaksa sieben Monate nach den islamistischen Terroranschlägen seinem Ruf als "starker Mann". Im Wahlkampf präsentierte sich Rajapaksa als Beschützer der singhalesisch-buddhistischen Bevölkerungsmehrheit. Seit der brutalen Niederschlagung der Rebellenmiliz "Tamilische Tiger" vor mehr als zehn Jahren unter seiner Führung als damaliger Verteidigungsminister genießt der 70-Jährige unter den Singhalesen und im buddhistischen Klerus Heldenstatus.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Lieblingsorte im Kölner Dom

Dompropst, Dommusiker, Domlektorin, Domdechant und andere mehr: Sie alle haben uns ihre Lieblingsorte im Kölner Dom verraten.

Tageskalender

Radioprogramm

 29.11.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Droht ein Advents-Lockdown?
  • Adventliche Mittagsgebete und Lichtfeiern in St. Laurentius (Wuppertal)
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Schabbat Shalom: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – der Podcast

Jeden Freitag nehmen uns junge Jüd:innen in diesem Podcast mit in die Welt des Judentums. 

Himmelklar Podcast

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…