Accra, Ghana - Menschen leben "quasi" auf einer Elektroschrotthalde
Accra, Ghana - Menschen leben "quasi" auf einer Elektroschrotthalde

07.12.2019

Nonne und missio: Keinen Elektroschrott nach Afrika verschicken "Einer der giftigsten Orte der Welt"

Die in Ghana tätige katholische Ordensfrau Angelina Gerharz und das Hilfswerk missio Aachen fordern Wirtschaft und Politik auf, keinen Elektroschrott mehr nach Afrika zu verschiffen. "Das darf eigentlich nicht länger passieren."

Das sagte die 76-Jährige vom Orden der Steyler Missionarinnen im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Sie stellt am Samstag in der ZDF-Gala "Ein Herz für Kinder" ein Hilfsprojekt für Kinder vor, die auf Giftmülldeponien in Ghanas Hauptstadt Accra Elektroschrott sammeln, um das Überleben ihrer Familien zu sichern.

"Einem der giftigsten Orte der Welt"

"Die Mädchen und Jungen wachsen an einem der giftigsten Orte der Welt auf", berichtete die Ordensfrau: "Gefährliche Dämpfe, Chemikalien und Öle verseuchen die Umwelt und die Körper." Die Lebenserwartung liege hier nach Angaben von Experten bei rund 36 Jahren. Für diese Kinder und deren Familien wollen missio und "Ein Herz für Kinder" ein Zentrum mit Kindertagesstätte aufbauen: "Sie sollten nicht mehr als Sklaven auf dem Elektroschrottplatz arbeiten, sondern als glückliche Kinder in einer gesunden Umgebung aufwachsen."

Außerdem, so die Nonne, wolle man eine Recycling-Werkstatt einrichten, in der zum Beispiel Messing aus alten Klimaanlagen zu Schmuck verarbeitet wird: "Die ersten Muster von Kreuzen, Armreifen und Schutzengel-Anhängern sind wunderschön, und sie zeigen, was man alles aus einer kaputten Klimaanlage machen kann."

"Signale setzen gegen die Verschwendung von Ressourcen"

Der Elektroschrott komme aus der ganzen Welt, berichtete Schwester Angelina weiter, die seit über 50 Jahren in Ghana arbeitet: "Mich schockiert es, dass aus meiner deutschen Heimat der Müll nach Accra geliefert wird. Da findet man PC-Tastaturen mit ä und ü. Auf den Computern habe ich TÜV-Plaketten gesehen. Tag für Tag landen rund 50 Tonnen Elektroschrott auf dieser Halde."

Für die Recyclingarbeiten müssten Erwachsenen faire Löhne gezahlt werden, damit sie nicht länger "auf die Arbeit ihrer Töchter und Söhne angewiesen sind", forderte die Ordensfrau. Politik und Wirtschaft müssten "Signale setzen gegen die Verschwendung von Ressourcen und für ein sauberes und faires Recyceln". Vorhandene Gesetze müssten auch eingehalten werden. Jeder Einzelne könne aktiv werden und spenden oder auch alte Handys zum Beispiel an missio weitergeben: "In Deutschland verstauben nach Schätzungen rund 124 Millionen alte Handys. Und die sind Gold wert und können recycelt werden."

(KNA)

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