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Bischof Felix Genn

07.10.2019

missio startet Solidaritätsaktion zum "Monat der Weltmission" "Jeder kann etwas tun"

Das katholische Hilfswerk missio Aachen, das Bistum Münster und Vertreter der Kirche aus Nordostindien haben die bundesweite Solidaritätsaktion zum Weltmissionssonntag am 27. Oktober eröffnet. Es gehe darum, den Menschen von Jesus zu erzählen.

"Es gilt mit langem Atem Not und Leid zu lindern, Perspektiven zu eröffnen und so zu zeigen, wie Gott ist", sagte der neue missio-Präsident, Pfarrer Dirk Bingener, beim Eröffnungsgottesdienst in Münster: "Dabei ist uns die Kirche von Nordostindien ein guter Partner in der Verbindung von Seelsorge und kirchlicher Sozialarbeit in den entlegensten Regionen."

Münsters Bischof Felix Genn erläuterte das Leitwort des Weltmissionsmonats "Wir sind Gesandte an Christi statt": Alle Christinnen und Christen seien aufgefordert, zu den Menschen hinzugehen, um von Jesus zu erzählen. "Die Touring Sisters, die im Nordosten Indiens in die entlegenen Dörfer gehen und dort mit den Menschen eine Weile leben, können uns ein Vorbild sein." Weiter betonte Genn: "Jeder ist dazu aufgefordert, das Gut unserer Schöpfung zu bewahren. Jeder kann etwas tun, und darauf achten, zum Beispiel beim eigenen Konsum."

"Neue Form von Unterdrückung und Ausbeutung"

Der Monat der Weltmission ist die größte weltweite Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. Dabei sammeln missio-Werke in rund 100 Ländern Spenden für die Seelsorge, Ausbildung und katholische Sozialarbeit der Kirche in den ärmsten Bistümern der Welt. In Deutschland organisieren die Hilfswerke missio Aachen und missio München gemeinsam die Aktion. Beendet wird die Kampagne in diesem Jahr mit einer großen Abschlussaktion von missio München am 27. Oktober in Bamberg.

Vor der Eröffnung hatte Bischof Genn eine weit verbreitete Verantwortungslosigkeit gegenüber der Schöpfung und dem Weltklima angeprangert. "Wir verhalten uns so, als ob wir noch eine Welt in Reserve hätten. Die Armen sind wieder einmal die ersten Opfer des Konsumverhaltens der Reichen, also auch von uns. Das ist eine neue Form von Unterdrückung und Ausbeutung."

"Kirche als Vermittler"

Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) lobte missio-Präsident Bingener den Einsatz der jungen Kirche in Nordostindien für Menschen in Not: "Sie macht ihnen Mut, stärkt ihre Würde, respektiert die indigene Kultur und vermittelt in den Konflikten. Und dabei unterstützen wir sie - auch mit den Spenden aus Deutschland, die an unsere Partner gehen."

(KNA)

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