Proteste gegen die Todesstrafe
Proteste gegen die Todesstrafe
Sri Lankas neuer Präsident Sirisena
Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena

30.06.2019

Sri Lanka stellt zwei Henker ein Wieder Hinrichtungen?

Sri Lanka hat für die geplante Wiederaufnahme von Hinrichtungen zwei Henker eingestellt. Das berichteten lokale Medien in Colombo am Sonntag unter Berufung auf die Gefängnisverwaltung.

Am Mittwoch hatte der Präsident des südasiatischen Inselstaates, Maithripala Sirisena, die Exekutionsbefehle für vier wegen Drogenvergehen Verurteilte unterzeichnet und damit nach einer Pause von 43 Jahren wieder die Vollstreckung von Todesurteilen in die Wege geleitet. Sirisenas Ankündigung, zum Tode Verurteilte wieder durch den Strang zu richten, hatte international für scharfe Kritik gesorgt.

Letzter Henker ging 2014 in den Ruhestand

Die Europäische Union erklärte, der Plan widerspreche den Zusagen des Landes auf der UN-Generalversammlung im vergangenen Jahr, das Moratorium beizubehalten. In Sri Lanka war zum letzten Mal im Juli 1976 ein Menschen hingerichtet worden.

Sri Lankas Regierung hat die erneute Vollstreckung der Todesstrafe bereits länger geplant. Weil sich der letzten Henker des Landes schon 2014 in den Ruhestand gegangen war, schaltete die Regierung im Februar eine Stellenanzeige für den Posten, für den laut Anforderungsprofil "mentale Stärke" und "ein guter moralischer Charakter" verlangt wurden. Auf die Stelle bewarben sich mehr als 100 Menschen.

Meist wurde es eine lebenslange Haftstrafe

Am Freitag hatte ein Journalist in Sri Lanka in einer Petition verlangt, die geplanten Hinrichtungen zu stoppen, weil diese gegen Bürgerrechte verstießen. Am 2. Juli muss sich nun ein Gericht mit der Frage befassen, ob die Wiederaufnahme von Exekutionen mit der Verfassung zu vereinbaren seien.

In Sri Lanka wird regelmäßig die Todesstrafe wegen Mord, Vergewaltigung und Drogenhandel verhängt, jedoch wurde diese fast immer in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Zur Zeit sind 1.299 Gefangene in Sri Lanka zum Tode verurteilt, darunter 48 wegen Drogenvergehen.

(epd)

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