Vor der Europawahl
Vor der Europawahl

16.05.2019

Mailänder Erzbischof kritisiert Wahlkampfslogans zu Migration Dem Populismus eine Absage erteilen

Vor der Europawahl hat der Erzbischof von Mailand, Mario Delpini, eine Ausnutzung des Themas Migration zu Wahlkampfzwecken kritisiert. Auch würden Aussagen von Papst Franziskus aus dem Kontext gerissen und für eigene Zwecke instrumentalisiert.

Auf die Frage, welche Rolle der Umgang mit Einwanderung bei der Interessenlosigkeit vieler Bürger gegenüber europäischen Einrichtungen spiele, sagte er: "Dieses Problem ist sicher schlecht angegangen und geregelt und zudem auf ein Sammelsurium von Slogans zu Wahlzwecken reduziert worden." Der 67-Jährige äußerte sich im Interview der katholischen Zeitschrift "Famiglia Christiana".

Der Erzbischof des größten italienischen Bistums betonte, Migration sei ein sehr komplexes Phänomen sei, das nicht nur Schwierigkeiten sondern auch positive Aspekte mit sich bringe. Er kritisierte, dass auch Aussagen von Papst Franziskus dazu oft aus dem Kontext gerissen und für eigene politische Zwecke instrumentalisiert würden.

"Ein Europa der Völker schaffen"

"Wenn die Aufnahme von Migranten von einigen politischen Vertretern als Gefahr für die Gesellschaft gezeichnet wird, unterstellen diese schnell, dass der Papst nicht das Wohl Italiens und Europas im Sinne habe", so Delpini. Populismus erteilte der Erzbischof eine Absage. Dieser schüre Ängste, anstatt "gemeinsame Wege für eine sozialere und gerechtere Gesellschaft" aufzuzeigen. Der Erzbischof rief zur Beteiligung an der Europa-Wahl (23.-26.Mai) auf: "Stimmt für Leute, die ein Europa der Völker schaffen wollen und nicht für solche, die es auflösen oder auf ein Geschäftskomitee reduzieren wollen", so Delpini.

Der Bischof von Ventimiglia-Sanremo, Antonio Suetta, äußerte sich laut italienischen Medien ebenfalls zur bevorstehenden Europa-Wahl. Mehrere Internetseiten zitierten am Mittwoch aus einem offenen Brief des Bischofs, in dem er zu einer "Wahl gemäß dem Gewissen" aufruft, die "eine Verbreitung der christlichen Gesellschaft" unterstütze.

Suetta beklagt demnach unter anderem, dass in Europa "antichristliches Denken" vorherrsche. Als Ursache dafür macht er "eine seltsame interreligiöse Toleranz und falsch verstandenen Laizismus" verantwortlich. Vom Bistum Ventimiglia-Sanremo war bis zum Nachmittag keine Bestätigung dazu zu erhalten.

(KNA)

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