Flammen und Rauch steigen aus der Kathedrale Notre Dame auf
Flammen und Rauch steigen aus der Kathedrale Notre Dame auf
Michel Aupetit, Erzbischof von Paris
Michel Aupetit ist neuer Erzbischof von Paris
Dompropst Gerd Bachner
Dompropst Gerd Bachner
Barbara Schock-Werner: "Die französischen Kollegen möchten wieder einen Holzdachstuhl"
Dachstuhl von Notre Dame in Flammen
Feuer in Paris: Kathedrale Notre-Dame brennt
Feuer in Paris: Kathedrale Notre-Dame brennt
Notre-Dame steht in Flammen
Notre-Dame steht in Flammen
Pariser Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen
Pariser Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen

15.04.2019

Reaktionen auf den Großbrand in Notre-Dame Schock und Trauer

Die Kathedrale Notre-Dame in Paris steht seit dem frühen Montagabend in Flammen. Nicht nur in Frankreich gibt es entsetzte Reaktionen, weltweit ist das Bestürzen groß. "Es ist schrecklich, das mitzuerleben" meint der Kölner Dompropst Bachner.

Die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame in Paris steht seit Montagabend im Flammen. Das französische Fernsehen zeigte Bilder von Flammen und meterhohen Rauchwolken über dem Hauptschiff der Kirche; wenig später brannte der gesamte Dachbereich. Der 96 Meter hohe hölzerne Vierungsturm aus dem 13. Jahrhundert brannte aus und stürzte ein. Verletzte gab es nach Informationen der Feuerwehr zunächst nicht. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte am späten Abend, man könne nicht garantieren, ob die Kirche als Ganze zu retten sei. Die Brandursache war Medienberichten zufolge zunächst unklar - möglicherweise existiert ein Zusammenhang mit umfassenden Renovierungsarbeiten in der Kathedrale.

In Frankreich und weltweit sorgte das Feuer für Trauer und Bestürzung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, seine Gedanken seien bei allen Katholiken und Franzosen. "Wie alle unsere Landsleute bin ich heute Abend traurig, diesen Teil von uns brennen zu sehen." Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach von einem "schrecklichen Feuer". Sie rief dazu auf, den Sicherheitsbereich um die Kathedrale einzuhalten.

Pariser Erzbischof Aupetit: "Lasst uns beten"

Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit schrieb am späten Abend, die Feuerwehr kämpfe noch immer darum, die Haupttürme zu retten; der Dachstuhl sei zerstört. "Lasst uns beten", so Aupetit. "Läuten Sie die Glocken Ihrer Kirchen, um zum Gebet einzuladen."

Der Sprecher der Französischen Bischofskonferenz, Olivier Ribadeau Dumas, äußerte sich auf Twitter "furchtbar traurig" über "den Verlust, den dies für die Katholiken unseres Landes und alle Franzosen bedeutet". Der Rektor der Pariser Großen Moschee, Dalil Boubakeur, twitterte: "Bitten wir Gott, dieses für unsere Herzen so wertvolle Denkmal zu bewahren."

Vatikan: "Schock und Trauer"

Der Vatikan hat auf die Nachricht vom verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame reagiert. In einer Erklärung von Vatikansprecher Alessandro Gisotti am späten Montagabend heißt es, man sei den Katholiken und allen Menschen in Frankreich nahe. "Wir beten für die Feuerwehrleute und all jene, die das Menschenmögliche tun, der dramatischen Lage Herr zu werden", so Gisotti. Die Kathedrale Notre Dame sei "ein Symbol der Christenheit in Frankreich und weltweit".

Das Bistum Rom bekundete in einem Tweet seine Nähe zu den "Brüdern und Schwestern der Kirche in Frankreich" und allen Menschen in Paris. Mit ihnen vereint wolle man "die in Notre Dame besonders verehrte Jungfrau Maria als Mutter der Hoffnung um Trost" bitten.

Kölner Dompropst: "Schrecklich, das mitzuerleben"

Der Kölner Dompropst Gerd Bachner hat sich schockiert über den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame geäußert. "Das ist schon erschütternd, diese Bilder zu sehen. Es ist schrecklich, das mitzuerleben", sagte Bachner am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind in Gedanken mit den Katholiken und allen Franzosen und trauern mit ihnen."

Die Brandgefahr für den Kölner Dom sei wesentlich geringer, da sein Dachstuhl erst im 19. Jahrhundert gebaut worden sei und zwar nicht aus Holz, sondern aus Stahl. Das sei auch der Grund, warum der Dom die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs überstanden habe.

In den Sozialen Medien kursierten zahlreiche Videos, die zeigen, wie Flammen und Rauchwolken aus der Kathedrale schlagen.

Der Sprecher der Bundesregierung Steffen Seibert schrieb, es tue weh, diese "schrecklichen Bilder" zu sehen. "Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, sprach Frankreichs Katholiken Anteilnahme aus. "Fassungslos sehen wir mit euch die Kathedrale eurer Hauptstadt brennen. Notre-Dame ist mehr als ein Kirchenbau; sie ist euer Zentrum und für alle Europäer ein wunderbarer Ort."

Die frühgotische Kathedrale Notre-Dame wurde zwischen 1163 und 1345 erbaut. Sie wird jährlich von 12 bis 14 Millionen Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité und ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen. Sie wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Île de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Dimensionen der im gotischen Stil konstruierten und der Jungfrau Maria geweihten Kirche mit ihren beiden majestätischen Türmen sind gewaltig: 127 Meter lang, 40 Meter breit und bis zu 33 Meter hoch.

(dpa, DR, KNA)

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