Kruzifix in katholischer Kirche in China
Kruzifix in katholischer Kirche in China

12.04.2019

Menschenrechtler prangern Lage von Christen in China an 200 Gläubige retten Marienschrein vor Abriss

Der Konflikt zwischen dem Chinesischen Staat und den Christen im Land schwelt weiter. Nachdem Sicherheitskräfte einen Marienschrein zerstören wollten, fordern deutsche Menschenrechtler nun ein Machtwort des Papstes. 

Deutsche Menschenrechtler wollen sich bei Papst Franziskus für Christen in China einsetzen. Hintergrund sei eine drohende Zerstörung eines von Katholiken der Diözese Fengxiang verehrten Marienschreins, teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen mit.

Behörden der chinesischen Provinz Shaanxi wollen demnach den Marienschrein zerstören; rund 200 Gläubige hätten den Schrein am Donnerstag vor etwa 600 Sicherheitskräften und Behördenvertretern geschützt und den Abriss der Pilgerstätte vorerst verhindert.

Franziskus soll sich gegen Zerstörung religiöser Stätten aussprechen

Die GfbV appelliert nun an Papst Franziskus, sich für die Erhaltung des Schreins einzusetzen: "Der Vatikan darf die Gläubigen der Diözese bei ihrem friedlichen Widerstand gegen die willkürliche Zerstörung religiöser Stätten nicht allein lassen", forderte GfbV-Direktor Ulrich Delius.

Der Streit um den Marienschrein mache deutlich, wie wenig Chinas Regierung bereit sei, die Religionsfreiheit von Christen zu respektieren, die ihren Glauben außerhalb der staatlich kontrollierten Kirchen praktizierten.

Der Schrein stehe in der Gemeinde Mujiaping in der Provinz Shaanxi im Norden der Volksrepublik. Anfang April hätten die Behörden in der Diözese bereits eine Kirche niedergerissen, weitere drei Kirchen seien bedroht.

Unterdrückung der "Untergrundkirche"

"Damit wollen die Behörden durchsetzen, dass sich die im Untergrund praktizierende Diözese der offiziell registrierten Patriotischen Vereinigung von Katholiken anschließt. Andernfalls drohen lokale Behördenvertreter mit der Zerstörung aller Kirchen in der Region", erklärten die Menschenrechtler.

Derzeit ist der Großteil der geschätzt 13 Millionen Katholiken in China in der staatlich zugelassenen "Patriotischen Vereinigung" organisiert. Daneben besteht eine sogenannte Untergrundkirche.

Der Heilige Stuhl und China hatten im September 2018 ein Abkommen geschlossen, in dem beide Seiten eine Einigung in der Frage der Bischofsernennungen und eine weitergehende Zusammenarbeit vereinbarten.

(KNA)

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