Die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg
Die Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg
Die Dormitio-Abtei nach dem Brandanschlag
Nach Brandanschlag auf die Dormitio-Abtei

13.03.2019

Nach dem Brandanschlag auf Jerusalemer Dormitio Abtei Nichtanklage stößt auf Unverständnis

Die Nichtanklage von zwei Verdächtigen eines Brandanschlags auf die Benediktinerabtei Dormitio in Jerusalem hat für Unverständnis in Kirchenkreisen gesorgt. Die Entscheidung eines Gerichts, die Anklagen fallen zu lassen, sei "inakzeptabel".

Das teilte der Medienberater der katholischen Bischöfe des Landes, Wadie Abunassar, mit. Er forderte die israelischen Behörden auf, die für den Anschlag Verantwortlichen "auf eine Weise zu bestrafen, die andere davon abhält, in der Zukunft ähnliche Straftaten zu begehen".

Nach israelischen Gesetzen verurteilen

Der Sprecher der Abtei, Matthias Karl, betonte, die Mönchsgemeinschaft hoffe, dass die israelischen Behörden die Täter ausfindig machten und nach israelischen Gesetzen verurteilten. Eine Verurteilung sei auch mit Blick auf eine abschreckende Wirkung für die Zukunft von Bedeutung. Seitens der Mönche bestehe Dialogbereitschaft "auch jenen gegenüber, die für den Schaden verantwortlich sind". Man wolle damit einen Beitrag für eine friedlichere Zukunft leisten.

Israelischen Medienberichten zufolge hatte ein Bezirksgericht die Anklage gegen zwei junge Männer am Montag aus Mangel an Beweisen fallengelassen. Sie wurden verdächtigt, im Mai 2014 einen Brandanschlag auf die Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg verübt zu haben.

Den Angaben zufolge wurden die Geständnisse der Verdächtigen nicht zugelassen, da die Befragung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Beit unter starkem psychologischem und möglicherweise physischem Druck stattgefunden habe. Ferner sei den Verdächtigen die Konsultation eines Anwalts verweigert worden. Ein Anwalt der Männer begrüßte die Entscheidung und warf den Ermittlungsbehörden Folter vor.

Verdächtiger bereits wegen Brandanschlags verurteilt

Bei einem der beiden Männer handelt es sich laut Berichten um einen 23-jährigen jüdischen Siedler, der bereits 2017 wegen Brandstiftung im deutschen Benediktinerkloster Tabgha am See Genezareth zu vier Jahren Haft verurteilt worden war. Bei dem Brand im Juni 2015 wurde der Südflügel des Atriums der Kirche neben dem erst 2012 fertiggestellten Kloster weitgehend zerstört. Der Schaden ging nach Ordensangaben in die Millionen. Ein Mönch und eine Freiwillige erlitten leichte Rauchvergiftungen.

In Israel waren in den vergangenen Jahren wiederholt christliche und muslimische Stätten sowie arabisches Eigentum Ziel von Vandalismus. Für die auch als "Price Tag" (Preisschild) bezeichneten Akte werden israelische Extremisten aus Siedlerkreisen verantwortlich gemacht.

(KNA)

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