Papst Franziskus mit Delegation aus dem Südsudan
Papst Franziskus mit Delegation aus dem Südsudan

02.03.2019

Südsudans Bischöfe zeigen sich skeptisch gegenüber Friedensabkommen "Die Taten hinken den Worten hinterher"

Als Regierung und bewaffnete Opposition im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen schlossen, keimte Hoffnung im Südsudan auf. Diese Hoffnungen haben sich zerschlagen, sagen die katholischen Bischöfe des Landes 

Südsudans Bischöfe haben sich mit Blick auf den im vergangenen Jahr unterzeichneten Friedensvertrag zwischen Regierung und bewaffneter Opposition skeptisch gezeigt. Die Vereinbarung sei "mangelhaft und kann dem Südsudan keinen echten Frieden bringen", zitierte der lokale Sender "Radio Tamazuj" am Freitag den Erzbischof von Juba, Paulino Lukudu Loro.

"Kein Willen zum Frieden"

Der Erzbischof äußerte Zweifel an der Aufrichtigkeit der politischen Führer. "Wir fürchten, dass die Vertreter aller Seiten andere versteckte Agenden verfolgen", so Lukudu im Anschluss an eine Versammlung der Bischöfe. Darüber hinaus zeige die Regierung unter Staatspräsident Salva Kiir Mayardit "keinen Willen", den Friedenspakt umzusetzen. "Es wird viel über Frieden geredet, aber die Taten hinken den Worten hinterher", so Lukudu.

Die Kirche appellierte an die Regierung in Juba, alle politischen Gefangenen aus der Haft zu entlassen und den offiziellen Ausnahmezustand aufzuheben. Dadurch sowie durch einen "aufrichtigen Dialog" könne Vertrauen geschaffen werden.

Eine Folge der Unabhängigkeit

2011 hatte der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Bald darauf brach in dem ostafrikanischen Staat ein Konflikt zwischen der Armee von Präsident Kiir und der bewaffneten Opposition unter dessen früherem Stellvertreter Riek Machar aus. Der Bürgerkrieg trieb bislang mehr als vier Millionen Südsudanesen in die Flucht.

2018 unterzeichneten die Gegner ein Friedensabkommen. Seitdem sei die politische Gewalt "dramatisch zurückgegangen", urteilten die Vereinten Nationen Anfang Februar. Trotz der positiven Entwicklung komme es jedoch nach wie vor vereinzelt zu Gefechten, vor allem im Süden des Landes.

(KNA)

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