Christusstatue in Rio de Janeiro
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 Jair Bolsonaro und der Erzbischof von Rio de Janeiro, Dom Orani Tempesta
Jair Bolsonaro und der Erzbischof von Rio de Janeiro, Dom Orani Tempesta

27.02.2019

Erzbistum Rio weist Korruptionsvorwürfe zurück Katholische Krankenhäuser in Schmiergeldaffäre verstrickt?

Das Erzbistum Rio de Janeiro hat einen Vorwurf der Mitwisserschaft bei Korruption entschieden zurückgewiesen. Beschuldigt wird Rios Kardinal Orani Joao Tempesta, von Korruption in katholischen Krankenhäusern gewusst zu haben.

Der wegen Korruption in diversen Prozessen verurteilte Ex-Gouverneur Sergio Cabral (2007-2014) hatte in am Dienstag veröffentlichten Vernehmungsvideos erklärt, dass Rios Kardinal Orani Joao Tempesta von Korruption in katholischen Krankenhäusern gewusst habe.

Schmiergeldsystem mit Lokalpolitikern

Der kirchlich verwaltete Sozialverband Pro-Saude (Pro Gesundheit) soll nach Aussage Cabrals an einem Schmiergeldsystem mit Lokalpolitikern teilgehabt haben. Der Verband hat 16.000 Angestellte und verwaltet mehr als 2.000 Krankenhausbetten in Rio.

Auch die Verwaltung des Sao-Francisco-Krankenhauses im Stadtteil Tijuca sei in den Skandal verwickelt, so Cabral. Papst Franziskus hatte das Krankenhaus 2013 besucht. Die Erzdiözese erklärte in einer Stellungnahme, dass Pro-Saude stets im Rahmen des Gesetzes handele.

Cabral wurde im November 2016 verhaftet. Er soll über Jahre mehr als 100 Millionen US-Dollar Schmiergelder für die Vergabe öffentlicher Aufträge kassiert haben. Auch Bauten der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Sommerspiele 2016 sind betroffen. Bislang wurde Cabral in diversen Verfahren zu 197 Jahren und 11 Monaten Haft verurteilt; weitere Prozesse stehen noch an.

Aussagen könnten Politiker belasten

Cabral hat stets seine Unschuld beteuert. In den jetzt veröffentlichten Videos gab er erstmals zu, Schmiergelder verlangt und angenommen zu haben. Beobachter glauben, dass diese neue Strategie ihm beim Abschluss einer Kronzeugenregelung helfen könnte.

Darin könnte er Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva (2003-2010) sowie dessen Nachfolgerin Dilma Rousseff (2011-2016) beschuldigen, spekulieren brasilianische Medien. Mit beiden hatte Cabral eng zusammengearbeitet. Lula da Silva sitzt wegen Korruption und Geldwäsche bereits seit April 2018 in Haft.

(KNA)

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