Der Wiener Kardinal Schönborn
Der Wiener Kardinal Schönborn

29.12.2018

Kardinal Schönborn vertraut bei "Causa Gurk" auf den Papst Rom soll Licht ins Dunkel bringen

Das Domkapitel von Gurk-Klagenfurt wirft dem früheren Bischof des Bistums, Alois Schwarz, undurchsichtige Amtsgeschäfte sowie Fehlverhalten vor. Der Wiener Kardinal Schönborn verlasse sich auf die "saubere Arbeit des Vatikans".

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn vertraut bei der Aufarbeitung der problematischen Lage im österreichischen Bistum Gurk auf die "saubere Arbeit des Vatikan". Papst Franziskus habe gezeigt, dass er durchaus in der Lage sei, schwierige Situationen adäquat zu behandeln, sagte Schönborn im "Mittagsjournal" des Radiosenders Ö1 an diesem Samstag. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Rom als "zuständige Instanz Licht in die Situation bringen wird".

Schönborn: Die Sache sei zu komplex

Mit der Überprüfung hatte der Papst vor einer Woche den Salzburger Erzbischof Franz Lackner als sogenannten Visitator eingesetzt. Dieser müsse sich nun ein umfassendes Bild machen, so der Wiener Kardinal; "er muss alles ansehen, er wird das mit entsprechender Unterstützung von kompetenten Leuten machen" und seinen Gesamtbericht nach Rom geben; dort werde dann entschieden.

Schönborn selbst wollte sich kein Urteil anmaßen; "dazu sei die Sache zu komplex". Zudem liege die Verantwortlichkeit beim Vatikan, der den Prüfbericht noch einmal prüfen müsse. Er sei zwar Vorsitzender der Bischofskonferenz; ein Bischof unterstehe allerdings der Bischofskongregation, und die sei in Rom. Spekulationen wolle derzeit nicht abgeben. Lieber solle man Aufregung aus der Diskussion nehmen und den Prüfbericht abwarten.

Finanzbericht ohne Zustimmung des Vatikans veröffentlicht

Das Domkapitel hat schwere Vorwürfe gegen seinen langjährigen Bischof Alois Schwarz erhoben, der im Sommer nach Sankt Pölten gewechselt war. Ohne Zustimmung des Vatikan veröffentlichte es Mitte Dezember im Internet die Zusammenfassung eines Finanzprüfberichts. Der Vatikan hatte die Publikation zuvor im Eilverfahren untersagt.

Die Vorwürfe lauten auf fragwürdige Personalentscheidungen sowie undurchsichtige Vorgänge im Amts-, Führungs- und Lebensstil des Bischofs. Das Kapitel kündigte sogar Regressforderungen gegen Schwarz an, der die Diözese von 2001 bis Mitte 2018 leitete. Schwarz selbst weist die Vorwürfe - vor allem finanziellen Fehlverhaltens sowie angedeuteter Verstöße gegen den priesterlichen Zölibat - kategorisch zurück.(KNA)

(KNA)

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