Kirchlichen US-Organisationen droht weniger Spenden

Leere Kassen wegen Missbrauch?

In den Vereinigten Staaten droht kirchlichen Organisationen ein deutlicher Spendeneinbruch. Grund: der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Fast täglich riefen Menschen an, die von der Spenderliste gestrichen werden wollten, hieß es. 

 (DR)

Nachdem zuletzt zahlreiche Groß- und Privatspender ihre Spendenbereitschaft in Frage gestellt hatten, sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur CNS (Mittwoch Ortszeit) etliche katholische Institutionen in Sorge geraten. 

Kein Geld für den Anwalt

Ein wichtiger Grund für die aktuelle Spendenzurückhaltung ist den Angaben zufolge die Befürchtung der Geldgeber, ihre Spenden könnten eingesetzt werden, um die Kosten für Missbrauchsentschädigungen oder Anwaltshonorare zu decken.

Die Präsidentin des Wohltätigkeitsnetzwerks Catholic Charities USA, Schwester Donna Markham, habe ihre Besorgnis in einem Brief an die Spender zum Ausdruck gebracht. Die Resonanz sei in etlichen Fällen negativ ausgefallen.  

"Kein Geld mehr für katholische Organisationen, bis die Bischöfe dieses Durcheinander in Ordnung bringen", lautet demnach der Tenor vieler Rückmeldungen. Nahezu täglich riefen Menschen an, die von der Spenderliste gestrichen werden wollten.

"Stürmische Zeiten" 

Auch der Sprecher des Verbandes Catholic Near East Welfare Association, Michael LaCivita, sieht laut dem CNS-Bericht "stürmische Zeiten" kommen. Die Menschen achteten sehr genau darauf, wohin sie ihr Geld spendeten.


Quelle:
KNA
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