Nach dem Erdbeben in Indonesien
Nach dem Erdbeben in Indonesien

12.10.2018

Katholische Bischöfe rufen zu Spenden für Indonesien auf "Es fehlt am Nötigsten"

Die katholischen Bischöfe in Deutschland rufen angesichts der jüngsten Naturkatastrophe in Indonesien zu Spenden auf. "Die Menschen brauchen unsere Solidarität", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Die katholischen Bischöfe in Deutschland rufen angesichts der jüngsten Naturkatastrophe in Indonesien zu Spenden auf. "Hunderttausende Menschen sind direkt von dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami betroffen. Den Überlebenden fehlt es am Nötigsten. Wir dürfen die Menschen in ihrer furchtbaren Notlage nicht alleine lassen", betonte Kardinal Marx. 

"Wir werden diese Menschen, die alles verloren haben, die um ihre Angehörigen trauern und die schwer traumatisiert sind, unterstützen. Jetzt muss vor allem eine Notversorgung sichergestellt werden, damit das Leben auf Sulawesi weitergehen kann", fügte Marx hinzu. Aktuell würden vor allem Nahrungsmittel, medizinische Hilfe und Notunterkünfte benötigt.

Aufruf zu Gebeten

Der Konferenzvorsitzende wies darauf hin, dass das katholische Katastrophenhilfswerk Caritas international bereits mit drei Teams aus einheimischen Ärzten, Krankenpflegern, Hebammen und Pharmazeuten sowie medizinischem Gerät und Medikamenten für die Erstversorgung vor Ort sei. Das Hilfswerk Misereor sei ebenfalls seit Jahren auf Sulawesi engagiert und unterstütze dort verschiedene Hilfsprojekte. Marx rief die Katholiken auch zum Gebet für die Opfer und Hinterbliebenen auf.

Am 28. September hatten ein Erdbeben und ein anschließender Tsunami Teile der indonesischen Insel Sulawesi heimgesucht. Besonders betroffen sind die Küstenstadt Palu und viele Dörfer in der Umgebung. Bisher wurden rund 2.000 Todesopfer geborgen, mehr als 5.000 Menschen werden noch vermisst. Tausende Gebäude und mehrere Krankenhäuser sind zerstört und nicht mehr nutzbar. Die Vereinten Nationen schätzen, dass rund 200.000 Menschen direkt von den Auswirkungen der Naturkatastrophe betroffen sind und Hilfe benötigen, darunter rund 46.000 Kinder.

(KNA)

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