18.08.2018

Laien fordern alle Bischöfe in den USA zum Rücktritt auf Ein "zweites Chile"?

In den USA haben rund 140 Theologen und engagierte Laien die Bischöfe des Landes aufgerufen, dem Papst wegen des jüngsten Missbrauchsskandals geschlossen ihren Rücktritt anzubieten. Vorbild sei die chilenische Bischofskonferenz.

Wegen eines "allgemeinen Systemversagens" der Kirche im Umgang mit dem Missbrauch durch Priester haben Laien und Theologen in den USA die US-Bischöfe aufgherufen, dem Papst ihren Rücktritt anzubieten. 

Was passiert sei, erfordere einen kollektiven Amtsverzicht "als öffentlichen Akt der Reue und des Bedauerns vor Gott und dem Volk Gottes", heißt es in einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung.

Wie in Chile?

Als Vorbild verweisen die Unterzeichner auf Chile, wo im Mai 29 Ortsbischöfe wegen eines ähnlich weit reichenden Skandals ihre Amtsenthebung angeboten hatten. Papst Franziskus nahm inzwischen fünf Rücktritte an.

Zwar gebe es unter den US-Bischöfen "bescheidene Diener und wohlmeinende Hirten", so der auf Englisch und Spanisch formulierte Aufruf. Aber: "Systemische Sünde kann nicht durch individuellen guten Willen beendet werden. Ihre Wunden werden nicht geheilt durch Erklärungen, interne Untersuchungen oder PR-Kampagnen, sondern eher durch kollektive Verantwortlichkeit, Transparenz und das Aussprechen der Wahrheit."

Neue Skandale in den USA

Der am Dienstag vorgestellte Bericht einer staatlichen Jury zum Missbrauch in sechs Bistümern des US-Bundesstaats Pennsylvania erschüttert derzeit die USA. Der Report beschuldigt rund 300 zumeist verstorbene Priester, in den vergangenen 70 Jahren mindestens 1.000 Kinder und Jugendliche missbraucht zu haben.

In den untersuchten Diözesen des Bundesstaates habe eine "Kultur des Vertuschens" durch ranghohe Kirchenobere geherrscht, die den massenhaften Missbrauch erst ermöglicht habe. Am Freitag äußerte Vatikansprecher Greg Burke in Rom, für die Geschehnisse gebe es "nur zwei Worte: Scham und Trauer".

(KNA)

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Aktuell: Statement zur Missbrauchs-Studie.

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