Gläubige stehen in Fatima mit Kerzen vor dem Heiligtum von Fatima.
Solidaritätsaktionen für die inhaftierte Asia Bibi in Pakistan (Symbolbild)
Asia Bibi im November 2010
Asia Bibi im November 2010
Papst Franziskus trifft Familie von Asia Bibi
Papst Franziskus trifft Familie von Asia Bibi

09.12.2017

Aktionen und Andachten für verurteilte Christin aus Pakistan Solidarität in Gebeten

In rund 70 Gottesdiensten, Andachten und weiteren Gebetsveranstaltungen soll am Sonntag an das Schicksal der zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi in Pakistan erinnert werden. Für die Familie der Christin ist dies unschätzbar.

Die Teilnehmer an den Aktionen in Pakistan folgen einem Aufruf des Katholischen Missionswerkes Missio zum Tag der Menschenrechte in Deutschland, wie Missio am Freitag in Aachen mitteilte. Mit den Veranstaltungen will Missio zudem darauf aufmerksam machen, dass es derzeit noch in 72 Staaten der Welt Gesetze gibt, die Blasphemie unter Strafe stellen.

Gebete wichtig für Familie von Asia Bibi

Die fünffache Mutter Asia Bibi wurde wegen angeblicher Gotteslästerung im Jahr 2010 zum Tode verurteilt und wartet vergeblich auf ihre Berufungsverhandlung vor dem Obersten Gerichtshof. "Für Asia Bibi, ihre Familie und die Christen in Pakistan ist diese Gebetssolidarität ein wichtiges Zeichen, dass sie von der Welt nicht vergessen werden", sagte Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer.

Damit unterstütze das Missionswerk auch das Anliegen von Menschenrechtlern in Pakistan, die den Missbrauch der Blasphemiegesetze in ihrem Land gesetzlich verbieten lassen wollen. Die kommende Bundesregierung solle dieses Anliegen gegenüber der pakistanischen Regierung ebenfalls vertreten, erklärte Krämer.

In 72 Staaten gilt Blasphemiegesetz

Laut einer US-amerikanischen Studie gibt es derzeit in 72 Staaten der Welt Blasphemiegesetze. Gerade in Ländern, in denen es eine offizielle Staatsreligion gebe, würden am häufigsten auf Grundlage dieser Gesetze die Menschenrechte auf Religions- und Meinungsfreiheit verletzt, hieß es. In rund 60 Ländern seien die Blasphemiegesetze überdies mit unverhältnismäßig hohen Strafen von Gefängnis bis Todesstrafe belegt.

In Pakistan wird das sogenannte Blasphemiegesetz den Angaben zufolge oft im Zuge von Nachbarschaftsfehden, zur Erlangung wirtschaftlicher Vorteile, bei politischen Querelen oder gegen Minderheiten missbraucht.

Betroffen davon sind Muslime, Hindus, Christen und andere Gruppen gleichermaßen. Bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil von 2,3 Prozent betreffe es jedoch Christen überproportional oft. Das pakistanische Strafgesetzbuch sieht für die Verunglimpfung des Propheten Mohammed die Todesstrafe, lebenslange Haft oder Geldstrafen vor.

Bischofsernennung für Islamabad

Dem Vatikan ist die schwierige Lage von Christen in Pakistan bewusst. Papst Franziskus empfing im April 2015 die Familie der inhaftierten Asia Bibi. Gerade erst hat das Oberhaupt der katholischen Kirche für Pakistans Hauptstadtbistum Islamabad den 53-jährigen Joseph Arshad als Leiter ernannt. Zugleich verlieh er Arshad, seit Juli 2013 Bischof von Faisalabad, den persönlichen Titel eines Erzbischofs, wie der Vatikan am Freitag mitteilte.

Der Bischofssitz von Islamabad war seit dem Tod des bisherigen Amtsinhabers Rufin Anthony im Oktober 2016 vakant. Der Kirchenbezirk der Metropolregion umfasst nach Vatikanangaben mehr als 38 Millionen Einwohner; von diesen sind 182.000 Katholiken.

(epd, KNA)

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