Nach der Wahl in Kenia
Nach der Wahl in Kenia
Archiv: Kenias Präsident Kenyatta (l.) empfängt Papst Franziskus
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27.10.2017

Kirche fürchtet Gewalt bei Wahlwiederholung in Teilen Kenias "Wahlwiederholung führt erneut ins Chaos"

Vertreter der anglikanischen Kirche in Kenia haben eine Verschiebung der Wahlwiederholung in Teilen Kenias gefordert. Sie fürchten, dass es bei der Präsidentschaftsabstimmung im Westen des Landes zu Gewalt kommen wird. 

Die für Samstag geplante Wahlwiederholung versetze die Region Nyanza "erneut in einen Zustand des Chaos und der Polizeibrutalität", warnten mehrere Priester wie die Zeitung "Daily Nation" am Freitag berichtet. 

Sorge bereitet den Geistlichen vor allem die Präsenz von "paramilitärischer Polizei". Sie forderten Innenminister Fred Matiang'i auf, diese unverzüglich abzuziehen. Dass die Wahlbehörde überhaupt um Unterstützung der Sicherheitskräfte angesucht habe, grenze an eine "Lizenz für ein staatlich unterstütztes Massaker", kritisierte Bischof Joshua Owiti.

Wahlwiederholung auf Samstag verlegt

Am Donnerstag waren die Kenianer erneut aufgerufen, einen Präsidenten zu wählen, nachdem der Urnengang im August wegen Unregelmäßigkeiten annulliert worden war. Weil es in vier westlichen Bundesstaaten jedoch wieder zu Problemen mit Stimmzetteln kam, wurde die Wahlwiederholung dort auf Samstag verlegt.

Bei der Wahl am Donnerstag kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei. Fünf Menschen kamen ums Leben; mindestens 26 wurden verletzt. In Mathare, einem Slum in der Hauptstadt Nairobi, wurde eine Ambulanz der Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) angegriffen, wie diese mitteilte.

Amtsinhalber Kenyatta scheint klarer Sieger zu werden

Laut ersten Wahlergebnissen geht der derzeitige Amtsinhaber Uhuru Kenyatta von der Jubiläums-Allianz als klarer Sieger hervor. Sein stärkster Konkurrent, Raila Odinga von der Nationalen Superallianz (NASA), hatte in der Woche vor der Wahl zum Boykott aufgerufen. Am Donnerstag erklärte der langjährige Regierungskritiker, Kenias Opposition werde künftig als "Widerstandsbewegung" geführt.

Bereits 2007 kam es in dem ostafrikanischen Land nach umstrittenen Wahlen zu ethnischen Auseinandersetzungen. Dabei starben mindestens 1.100 Menschen.

(KNA)

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