Schwerer Stand für Katholiken in China
Schwerer Stand für Katholiken in China
Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

24.05.2017

Erzbischof Ludwig Schick fordert Freiheit für die Kirche in China Kontrolle vom Staat

"Betet für die Einheit und Freiheit der Kirche": Erzbischof Ludwig Schick will beim diesjährigen Gebetstag für die Kirche in China auf die schwierige Situation im Land aufmerksam machen.

domradio.de: Im Moment laufen Verhandlungen zwischen Vertretern des Heiligen Stuhls und China. Was für Verhandlungen sind das?

Dr. Ludwig Schick (Erzbischof von Bamberg und Vorsitzender der Kommission Weltkirche der deutschen Bischofskonferenz): Verhandlungen gibt es schon länger, die immer mal in einer guten und mal in einer schwierigen Phase sind.

Derzeit wird hauptsächlich darum gerungen, dass die Bischöfe, die zum Teil geweiht sind, ohne Anerkennung von Rom leben. Und andere, die von Rom gewünscht sind, nicht geweiht werden. Darüber soll eine Einigung erzielt werden, sodass auch der apostolische Stuhl seine Aufgabe wahrnehmen kann, überall die Bischöfe frei zu ernennen. Das muss auch für China gelten. 

domradio.de: In China bereitet sich das Christentum relativ rasant aus. Allerdings wurden in einigen Gemeinden zum Beispiel Kreuze von den Kirchendächern gerissen. Auch sonst hört man immer wieder von Maßnahmen, die die Christen beschneiden sollten. Wieso?

Schick: China ist natürlich ein riesengroßes Land. Daher gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen und auch unterschiedliche Befindlichkeiten der Christen. Es existieren beispielsweise fanatische Gruppen, die nicht unbedingt staatlich oder von irgendwelchen politischen Gruppen, gelenkt sind.

Sie agieren spontan gegen das Christentum, weil sie ihre eigene Religion für die alleinseligmachende halten. Aber es gibt auch Beschneidungen vom Staat. Er möchte die Kontrolle über alles behalten und deshalb auch über die Kirche. Das trifft dann die Christen auch in verschiedenen Regionen Chinas in unterschiedlicher Weise.

domradio.de: Jetzt haben sie den größten Streitpunkt schon erwähnt. Es geht darum, dass die Bischöfe vom Papst frei ernannt werden sollen. Das war bisher schwierig, jedoch könnte sich jetzt so etwas wie ein Konsens zwischen dem Heiligen Stuhl und der chinesischen Regierung abzeichnen?

Schick: Das ist unser großer Wunsch und unsere Bitte. Deshalb rufen wir alle Christen auf für diese Verhandlungen zu beten, um die Freiheit der Kirche in China zu ermöglichen. Dann kann auch das Christentum, die katholische Kirche zum Wohl der Bevölkerung in China beitragen. Wo das Christentum lebt, gibt es soziale Einrichtungen für alte oder behinderte Menschen. Zudem gibt es mehr Gemeinschaft untereinander. Denn da, wo das Christentum wirkt, wirkt es gut zum Wohl der Menschen. Deshalb ist es in China auch so attraktiv für viele.        

Das Gespräch führte Tobias Fricke.                                

(dr)

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