Donald Trump: 45. US-Präsident
Donald Trump: 45. US-Präsident

20.01.2017

Trump ist 45. US-Präsident – Papst gratuliert und mahnt "So wahr mir Gott helfe"

Donald Trump ist nun offiziell der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Ungewöhnlich war die spirituelle Begleitung, die sich Trump organisiert hatte. Der Papst gratulierte Trump mit eindringlichen Worten.

Papst Franziskus hat dem neuen US-Präsidenten Donald Trump gratuliert. In einer via Twitter verbreiteten Grußbotschaft bittet er den frisch vereidigten Präsidenten, für die Armen Sorge zu tragen und moralische Werte zu schützen. Franziskus sagt Trump sein Gebet dafür zu, dass Gott ihn mit Weisheit und Stärke für dieses hohe Amt ausstatten möge.

Der Papst wörtlich: "In Zeiten, in denen die Menschheitsfamilie von schweren humanitären Krisen heimgesucht wird, die weitsichtiger und gemeinsamer politischer Antworten bedürfen, bete ich darum, dass Ihre Entscheidungen vom reichen geistlichen Erbe und jenen ethischen Werten geleitet werden, die das amerikanische Volk und die Hingabe Ihrer Nation an den Fortschritt von Menschenwürde und Freiheit weltweit geprägt haben."

Amerika solle unter der Führung Trumps weiterhin vor allem für seine Sorge um die Armen, Ausgestoßenen und die Menschen in Not gemessen werden können, wünschte Franziskus. Sie stünden "vor unserer Tür".

"So wahr mir Gott helfe"

Mit der linken Hand auf seiner eigenen und der historischen Bibel Abraham Lincolns und die Rechte zum Schwur erhoben, hatte Donald Trump am Freitag die protokollarischen Worte gesprochen: "So wahr mir Gott helfe."

Den Amtseid nahm der Vorsitzende Richter am höchsten US-Gericht John Roberts ab. In dunklem Anzug unter einem offenen Mantel und mit seiner obligatorischen roten Krawatte zeigte sich Trump ernst und gefasst. Seit 1789, als George Washington vereidigt worden war, wird die Amtseinführung des US-Präsidenten in großem und feierlichem Stil zelebriert.

"Dies ist keine Siegesfeier", erinnert Zeremonienmeister Roy Blund in seiner kurzen Ansprache zu Beginn an den Sinn der Zusammenkunft. Es sei eine Demonstration der Demokratie. Blund verwies auf eine der großen Sätze, die ein früherer US-Präsident, John F. Kennedy, bei seiner Vereidigung seinen Landsleuten entgegengerufen hatte: "Frag nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst."

Sechs ausgewählte Geistliche

Viel Aufmerksamkeit bekamen auch die sechs Geistlichen, die Trump für seine Amtseinführung ausgewählt hatte. Nie zuvor hatte ein angehender US-Präsident eine solch zahlenmäßig große spirituelle Begleitung auf den Stufen des Kapitols.

Schon am frühen Morgen hatte Trumps Regie für den Tag mit einer Überraschung aufgewartet, als in der sogenannten Präsidentenkirche St. John nicht der heimische Geistliche, sondern der Baptistenpfarrer Robert Jeffress aus Dallas/Texas die Predigt hielt. Jeffress war mehrfach durch diskriminierende Äußerungen über Schwarze, Muslime und Homosexuelle aufgefallen.

Trump verspricht "Amerika zuerst"- Politik

In seiner ersten Rede als frisch vereidigter Präsident hat Donald Trump den USA eine "Amerika zuerst"- Politik versprochen. Entscheidend bei allen politischen Entscheidungen sei für ihn die Frage, was der US-amerikanischen Wirtschaft und Bürgern der USA nützt, sagte Trump. "Wir suchen die Freundschaft und den guten Willen der Nationen der Welt", so der US-Präsident in seiner betont nationalen Ansprache. "Aber wir tun das im Verständnis, dass es das Recht aller Nationen ist, ihr eigenes Interesse zuerst zu verfolgen." Dies werde auch er, Trump, tun. "Von diesem Tag an wird es heißen: Amerika zuerst".

Der neue Präsident kündigte Investitionen in Infrastruktur und Bildung an. Härte wolle er gegen Terrorismus, Drogenhandel und Verbrecher anwenden. "Wir werden den radikalen islamischen Terrorismus vom Angesicht der Erde auslöschen", so Trump. Er appellierte an die US-Amerikaner, patriotisch zu sein. Und wörtlich: "Die Bibel sagt uns, wie gut und angenehm es ist, wenn Gottes Volk zusammen in Einheit lebt." Die USA würden durch "die großartigen Männer und Frauen unseres Militärs und der Polizei beschützt; wichtiger aber noch: Gott beschützt uns".

Die Zeit leerer politischer Reden sei vorbei, kündigte Trump vor einigen hunderttausend Anhängern an, die die Amtseinführung bei nasskaltem Winterwetter auf der Mall in Washington verfolgten. Nun werde gehandelt. Er versprach den US-Bürgern: "Sie werden nie wieder
ignoriert."

(KNA)

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