Wiederaufbau in Nepal gestaltet sich schwierig
Wiederaufbau in Nepal gestaltet sich schwierig

19.04.2016

Experten prognostizieren jahrelange Unterstützung für Nepal Erschwerter Wiederaufbau in Erdbebenregion

Nepal wird nach Einschätzung von Experten noch mehrere Jahre internationale Hilfe für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben vor einem Jahr benötigen.

Weiterhin müssten auch die schweren seelischen Verletzungen von Menschen behandelt werden, erklärte der Länderkoordinator von Malteser International in Nepal, Arno Coerver, am Dienstag in Köln.

"In der Regel entwickeln nach einer solchen Katastrophe 30 bis 50 Prozent der Betroffenen schwere Traumata. Offiziellen Angaben zufolge haben aber erst 30 Prozent der Menschen mit seelischen Beschwerden psychologische Hilfe erhalten", so Coerver. Bei dem Erdbeben am 25. April 2015 waren 8.699 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 22.000 Menschen wurden verletzt, 2,8 Millionen obdachlos.

Verbesserungen spürbar

Die Situation vor Ort sei weiterhin schwierig, sagte der nepalesische Honorargeneralkonsul, Ram Pratap Thapa, auf einer Pressekonferenz der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf. Inzwischen seien jedoch Verbesserungen spürbar. Staatliche Einrichtungen leisteten dazu ebenso einen Beitrag wie Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen und Einzelpersonen.

Der Architekt Niels Gutschow verwies auf den Kenntnisreichtum der Zimmerleute und Maurer vor Ort. "Die Handwerker bilden das eigentliche, nicht hoch genug einzuschätzende Potenzial jeglicher Wiederaufbauarbeit."

Die Gerda Henkel Stiftung stellte für den Kulturerhalt in Nepal eine Million Euro zur Verfügung, das Auswärtige Amt 250.000 Euro. Projekte, die mit diesen Geldern gefördert werden, entwickeln die Helfer gemeinsam mit Partnern vor Ort, betonte Ulrich Lehner, Kuratoriumsmitglied der Stiftung. Sie schlössen auch Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ein.

Oxfam warnt vor drohender Verarmung in Nepal

Die Entwicklungsorganisation Oxfam warnte in Berlin vor drohender Verarmung in Nepal. In der Hilfe habe man einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Lebensgrundlagen gelegt, hieß es. So seien Saatgut, Tierfutter und landwirtschaftliche Geräte bereitgestellt worden. Zudem habe Oxfam lebensrettende Unterstützung für über 480.000 Menschen geleistet, etwa mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln und sanitären Anlage, so das Fazit.

(KNA)

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