Kontrollen israelischer Sicherheitskräfte
Kontrollen israelischer Sicherheitskräfte
Grenzübergang Israel - Westjordanland
Grenzübergang Israel - Westjordanland

21.03.2016

Kirche macht Israel für Gewalt im Heiligen Land verantwortlich "Weniger frei als je zuvor"

Die katholischen Bischöfe im Heiligen Land machen Israel für die anhaltende Gewalt im Land und das Stocken des Friedensprozesses verantwortlich. Die Menschenrechtskommission der Bischofsversammlung veröffentlichte eine entsprechende Erklärung.

Die Wurzel des Konflikts liege in der Besetzung der Palästinensergebiete; die Beendigung dieser hänge "im Wesentlichen vom Besatzer ab", heißt es in der in Jerusalm veröffentlichten Erklärung. Israelische Gesetze und einzelne Politiker sowie das harte Vorgehen gegen Palästinenser schürten weiter die Gewalt.

Die israelische Rechtspraxis sowie "Ermordungen, Festnahmen, Landenteignungen, die Trennung von Familien und tägliche Frustrationen" führten zu einem Ausbruch von Gewalt "vor allem bei jungen Menschen, die überzeugt sind, nichts zu verlieren zu haben, weil sie keine Zukunft sehen", so die gemeinsame Kommission der Bischöfe aus Israel, den Palästinensergebieten, Jordanien und Zypern.

Forderung nach Beendigung der Besatzung

Die Stellungnahme verurteilt die "Gewalt auf beiden Seiten", weist aber die Darstellung zurück, der aktuelle Konflikt werde von palästinensischer Seite angeheizt. Was als Aufstachelung bezeichnet werde, sei teils nur die Erzählung palästinensischer Eltern an ihre Kinder von "der Entstehung und dem andauernden Drama des palästinensischen Exils". Die einzige Möglichkeit, dies zu beenden, sei die Beendigung der Besatzung.

Die Kommission verweist auf eine Anfang März veröffentlichte Umfrage des Washingtoner Pew Research Institutes, nach der 48 Prozent der Israelis eine Ausweisung oder Umsiedlung der arabischen Bewohner des Landes befürworten. Die Studie offenbare eine tiefe soziale, politische und religiöse Spaltung der israelischen Gesellschaft. Israel sei "weniger demokratisch, weniger egalitär, weniger frei als je zuvor".

Unterdessen gehe der "palästinensische Widerstand" mit Stichwaffen-Attacken weiter. In dem Zusammenhang seien in den zurückliegenden fünf Monaten mehr als 30 Israelis, vier Ausländer und über 180 Palästinenser getötet worden. Zwei Drittel der Palästinenser seien "bei angeblichen Angriffen auf Israelis" erschossen worden, die übrigen bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischem Militär.

(KNA)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Samstag, 29.04.2017

Video, Samstag, 29.04.2017:Christliche Nachrichten - Wochenrückblick

Jetzt im Radioprogramm

16:00 - 17:00 Uhr 
Kompakt

Berichte und Gespräche vom Tage

Wort des Bischofs - Das Buch

52 Impulse aus dem Jahr 2016 jetzt auch als Buch!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 30.04.
06:00 - 06:30 Uhr

Laudes

06:30 - 07:00 Uhr

Cantica

07:00 - 14:00 Uhr

Der Sonntag

  • Mehr als der Brocken – Walburga und Walpurgisnacht
  • Alles neu vor dem Mai - Altenberger Licht
  • Rückblick - auf die Art Cologne mit einem Theologen
07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

08:00 - 08:05 Uhr

Wort des Bischofs

08:10 - 08:55 Uhr

Die SonntagsFrage

09:50 - 09:55 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

07:00 - 14:00 Uhr

Der Sonntag

  • Mehr als der Brocken – Walburga und Walpurgisnacht
  • Alles neu vor dem Mai - Altenberger Licht
  • Rückblick - auf die Art Cologne mit einem Theologen
10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

07:00 - 14:00 Uhr

Der Sonntag

  • Mehr als der Brocken – Walburga und Walpurgisnacht
  • Alles neu vor dem Mai - Altenberger Licht
  • Rückblick - auf die Art Cologne mit einem Theologen
14:00 - 16:00 Uhr

Menschen

16:00 - 17:00 Uhr

Kompakt

17:00 - 18:00 Uhr

Autorengespräch

18:00 - 19:00 Uhr

Kirche und Klassik

20:00 - 22:00 Uhr

Musica

23:00 - 23:30 Uhr

Cantica

00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

02:00 - 03:00 Uhr

Kopfhörer

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar