Straßenszene in Bukavu im Osten des Kongo
Bukavu im Osten des Kongo
Frauen sitzen im Hof des Pfarrzentrums von Kabare (Kongo) auf einer Bank
Frauen in Kabare im Kongo

03.06.2015

Kirche im Kongo drängt auf geregelte Wahlen Für Transparenz

Die katholische Kirche im Kongo wünscht sich von der Regierung einen Konsens über den Wahlverlauf im kommenden Jahr. Die Kirche will eigene Wahlbeobachter ausbilden - wie es in vielen afrikanischen Ländern üblich ist.

Der Generalsekretär der Kongolesischen Bischofskonferenz, Leonard Santedi, hat sich laut französischen Presseberichten nach Gesprächen mit Staatspräsident Joseph Kabila geäußert. Zu Beginn einer Reihe von Konsultationen hatte Kabila die katholischen Bischöfe als erste empfangen.

Die Kirchenführer, die in dem ostafrikanischen Land hohes gesellschaftliches Ansehen genießen, hatten Mitte April angekündigt, für die anstehenden Wahlen insgesamt 36.000 Beobachter auszubilden. Mit dem Ausbildungsprogramm für Freiwillige wolle die Kirche dafür sorgen, dass die Wahlen transparent und glaubwürdig und internationalen Standards entsprechen. Neben Abstimmungen auf lokaler und auf Provinzebene sind für November 2016 Präsidentschaftswahlen geplant.

In vielen afrikanischen Ländern ist es üblich, dass Organisationen der Zivilgesellschaft sowie Kirchen eigene Wahlbeobachter ausbilden. Sie arbeiten ehrenamtlich und besuchen möglichst viele Wahllokale. Der Verlauf und vor allem Unregelmäßigkeiten werden per Mobiltelefon an eine zentrale Stelle gemeldet.

Präsidenten wollen dritte Amtszeit

Das Klima in der Demokratischen Kongo sowie in den Nachbarstaaten Burundi und Ruanda ist angespannt. In allen drei Ländern streben die Präsidenten, Kabila (44), Pierre Nkurunziza (51) und Paul Kagame (57) eine dritte Amtszeit an, obwohl die geltende Verfassung ihres Landes jeweils nur eine einmalige Wiederwahl gestattet. Kabila war 2001 nach der Ermordung seines Vaters Laurent-Desire Kabila bei einem Attentat zum Präsidenten ernannt worden.

Nach den Präsidentschaftswahlen im Kongo 2011 war es zu mehreren Gewaltausbrüchen gekommen. Vor allem nach der Bekanntgabe der Wiederwahl von Amtsinhaber Joseph Kabila wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch mindestens 24 Menschen bei Unruhen getötet.

In Burundi kam es Ende April durch die angekündigte Kandidatur von Amtsinhaber Nkurunziza zu Unruhen und zu einer Flüchtlingswelle. Die Bischöfe Burundis zogen zuletzt alle katholischen Geistlichen aus der Vorbereitung für die Ende des Monats geplanten Präsidentschaftswahlen zurück. Beobachter warnten vor einem neuen Bürgerkrieg und sprachen sich für eine Verschiebung der Wahlen aus.

(KNA)

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