Nach einem israelischen Luftangriff in Gaza
Kritik an Hauszerstörungen im Westjordanland

09.02.2015

Rabbiner verlangen Ende von Hauszerstörungen im Westjordanland "Hunderte Häuser in Schutt gelegt"

Mehr als 400 Rabbiner haben einen Appell gegen Hauszerstörungen in den Palästinensergebieten unterzeichnet. Sie verlangen, dass palästinensische Bewohner eine Mitsprache bei Bebauungsplänen haben.

Laut der israelischen Tageszeitung "Haaretz" rufen die Mitglieder der Organisation "Rabbis for Human Rights" Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf, die Politik der Hauszerstörungen zu beenden. Die aktuellen Gesetze schränkten die Möglichkeiten für Palästinenser stark ein, selbst auf unangefochtenem Grundbesitz Häuser zu bauen, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben. Lokale und regionale palästinensische Komitees für Strukturentwicklung seien seit 1971 abgeschafft. "Die Armee plant für sie", so die Rabbiner.

Die Hauszerstörungen erfolgten nicht aus Sicherheitsgründen, sondern mit Blick auf die Raumplanung. Tausende Palästinenser seien gezwungen, ohne Genehmigungen zu bauen. Jedes Jahr würden "Hunderte Häuser" allein in der von Israel komplett kontrollierten sogenannten Zone C in Schutt gelegt, erklärten die Rabbiner.

Klagen immer wieder zurückgewiesen

Die "Rabbis for Human Rights" hatten sich laut der Zeitung bereits im April vergangenen Jahres mit einem entsprechenden Begehren an den Obersten Gerichtshof in Israel gewandt. Von Israels Behörden heißt es dagegen, Hauszerstörungen schreckten potentielle Attentäter ab. Das höchste Gericht des Landes hat Häuserzerstörungen immer wieder erlaubt und Klagen dagegen zurückgewiesen.

Kritik an der Praxis der Hauszerstörungen hatten auch schon die Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Menschenrechtsorganisationen. Die UNO und die EU haben Israel bereits mehrfach aufgerufen, Häuserabrisse sofort zu stoppen und bei der Städteplanung in Jerusalem auch die Bedürfnisse der arabischen Bevölkerung zu berücksichtigen.

(KNA, dpa)

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