07.01.2013

Kopten-Gemeinde in NRW feiert Weihnachten Ungewohnter Andrang

Dass zu Weihnachten die christlichen Gotteshäuser in Deutschland förmlich aus allen Nähten platzen, ist nicht neu. In der kleinen koptischen St.-Maria-Kirche in Düsseldorf hatte der Ansturm aber einen anderen, traurigen Hintergrund.

Am Sonntagabend hatten die koptischen Christen in Nordrhein-Westfalen in der Landeshauptstadt ihren Weihnachtsgottesdienst gefeiert, dazu waren mehrere hundert Menschen gekommen. Die Gemeinde der Kopten sei nicht zuletzt durch die anhaltende Flüchtlingswelle aus Ländern wie Ägypten, Syrien, Eritrea und dem Irak stark angewachsen, erklärte der Priester der Kirche, Boulos Shehata.

Nach Angaben eines Gemeindesprechers leben inzwischen über 1.200 Kopten in NRW. Die Kirche St. Maria ist auch für die in Aachen, Dortmund, Köln, Leverkusen, Bochum oder Hagen lebenden Gemeindemitglieder zuständig. "Es ist inzwischen sehr eng geworden in unserer Kirche, nicht nur in den Gottesdiensten, sondern auch bei der Sonntagsschule für Kinder und Jugendliche sowie bei der Beichte", erklärte der Sprecher. "Und es ist absehbar, dass wir auch weiterhin Zulauf von Christen aus arabischen und afrikanischen Ländern haben werden", ergänzte er.

Inzwischen denkt die Gemeinde nach Angaben von Shehata darüber nach, das der evangelischen Kirche gehörende Grundstück, auf dem das kleine Gotteshaus steht, zu kaufen. Erste Gespräche hätten stattgefunden, über den Kaufpreis müsse aber noch verhandelt werden, hieß es am Rande des Weihnachtsgottesdienstes. Denkbar sei auch, sich im Großraum Düsseldorf ein größeres Grundstück zu kaufen und dort eine neue Kirche zu bauen, betonte der Sprecher der Gemeinde.

Gedenken der Glaubensbrüder

Nach seinen Worten steht zudem die Gründung einer Stiftung der koptischen Gemeinde an, die sich um die Zusammenarbeit und die Integration der Kopten in die deutsche Gesellschaft kümmern soll. Hier hofft die Gemeinde auf öffentliche Fördermittel bei den Integrationsbemühungen.

In dem mehrstündigen Weihnachtsgottesdienst gedachten die koptischen Christen am Sonntagabend auch der Glaubensbrüder in ihren Heimatländern, die im zurückliegenden Jahr bei gewalttätigen Ausschreitungen dort wegen ihres Glaubens bedroht oder umgebracht wurden. In der überfüllten Kirche St.-Maria beteten die Gemeindemitglieder - auch in deutscher Sprache - "für völligen Frieden" in ihren Herkunftsländern.

(epd, dr)

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