Abschlussgottesdienst im Stadion
Abschlussgottesdienst im Stadion
Prozession und Rosenkranzgebet
Prozession und Rosenkranzgebet
Prozession und Rosenkranzgebet
Prozession und Rosenkranzgebet
Wahlfahrtsgruppe aus Köln
Wahlfahrtsgruppe aus Köln
Traditionelle Kleidung beim Abend der Kulturen
Traditionelle Kleidung beim Abend der Kulturen
Kathedrale San José in Davíd
Kathedrale San José in Davíd

21.01.2019

Für Kölner WJT-Pilger gehen Tage der Begegnung zu Ende Abschied von Davíd

Mit einem zentralen Gottesdienst sind am Wochenende für die Kölner Pilger in Panama die Tage der Begegnung zu Ende gegangen. Jetzt steigt die Vorfreude auf den Weltjugendtag - und den Papst.

Am Ende erklang die Weltjugendtagshymne aus mehreren Tausend Kehlen und das Baseballstadion in Davíd verwandelte sich in ein buntes Fahnenmeer: Am Samstagabend hatte dort der zentrale Abschlussgottesdienst für alle Weltjugendtagspilger stattgefunden, die die vergangenen Tage der Begegnung in der Diözese David im Nordwesten Panamas verbracht hatten. Unter ihnen auch rund 140 Jugendliche aus dem Erzbistum Köln.

"Ich hatte superviel Spaß in der ersten Woche" erzählt Simone (24) und auch David (21) ist ganz begeistert. Für ihn ist es der zweite Weltjugendtag: "Die Kultur ist ganz anders, die Messen sind viel fröhlicher, man fühlt sich wirklich, als würde man feiern", erzählt er.

Stolze Gastgeber

In einer bunten Prozession waren die Weltjugendtagspilger durch die Stadt gezogen, hatten zusammen den Rosenkranz gebetet und im Anschluss mit dem Bischof des Bistums, José Luis Kardinal Lacunza, einen gemeinsamen Gottesdienst gefeiert. In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Motto des Weltjugendtages "Mir geschehe nach deinem Wort" aus dem Lukas-Evangelium. "Und ich bitte euch", rief er den Pilgern aus aller Welt zu, "lasst das Wort Gottes an euch geschehen, sonst tut sich nichts in der Welt!"

Lacunza blickt zufrieden auf die Tage der Begegnung zurück: "Für uns waren sie ein Segen, denn sie haben unseren Jugendlichen ermöglicht, andere junge Menschen aus der ganzen Welt zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen“, sagt er. "Denn hier im Bistum gibt es viele, die noch nie rausgekommen sind, die keine Möglichkeit haben, zu reisen. Deswegen waren diese Tage der Begegnung ein Geschenk!"

Arme Region

Fünf Tage hatten die Jugendlichen aus dem Erzbistum Köln im Bistum David verbracht, untergebracht waren sie in Gastfamilien, um Land und Leute besser kennenzulernen. So mancher hatte auch mit der Einfachheit des Lebens dort Bekanntschaft gemacht: Nicht in jeder Gastfamilie gab es fließendes Wasser, einige Pilger duschten mit Wassereimern. Hubert (24) hat auf einer Isomatte im Flur geschlafen: "Das war eine sehr arme Familie, aber die haben wirklich alles getan, um uns irgendwie aufnehmen zu können und sie haben uns morgens ein Frühstück angeboten, dass sie sich sicher vom Mund abgespart haben", erzählt er. "So eine Gastfreundschaft habe ich noch nie so erlebt!"

Und genau darum gehe es bei diesen Tagen der Begegnung, sagt Volker Andres. Er ist Vorsitzender des BDKJ im Erzbistum Köln und er leitet eine der Pilgergruppen: "Wir wollen die Lebenswelt der Menschen in Panama kennenlernen und es ist schon sehr spannend zu sehen, wie groß die Unterschiede sind und man lernt dadurch auch zu schätzen, was wir in Deutschland für Möglichkeiten haben", sagt er. An Gastfreundschaft habe es jedenfalls nicht gemangelt.

Das kann auch Carolina (27) bestätigen, sie habe sich bei ihrer Gastfamilie wie zu Hause gefühlt, erzählt sie: "Zum Abschied sind wir mit Geschenken überhäuft worden, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet!"

Anstrengend aber schön

Insgesamt eine tolle Erfahrung, das ist auch die Bilanz von Tobias Schwaderlapp. Er ist Diözesanjugendseelsorger im Erzbistum Köln und leitet die Pilgerfahrt. Er blickt auf "herausfordernde aber auch große Tage" zurück. Die Anreise sei anstrengend gewesen, erzählt er, und ein Teil der Pilgergruppe konnte wegen des Streiks am Frankfurter Flughafen in der vergangenen Woche nicht mitkommen. "Wir waren schon alle ziemlich kaputt", erinnert er sich. "Aber vom ersten Moment an wurden wir hier mit einer unglaublichen Herzlichkeit überschüttet! Die Menschen haben gefeiert, gesungen, es war ihnen einfach anzusehen, wie stolz und froh sie waren, dass sie die Tage der Begegnung für uns Pilger ausrichten konnten!"

Am Sonntag ging es für die Kölner zurück nach Panama-Stadt, wo am Dienstag offiziell der Weltjugendtag beginnt. Beim Abschied flossen Tränen. Das sei traurig und zugleich schön zu sehen, so Schwaderlapp, was zwischen Menschen in einigen Tagen an Herzlichkeit und Vertrauen wachsen könne. Jetzt freut er sich auf den Weltjugendtag und das Treffen mit vielen anderen jungen Gläubigen aus aller Welt. Er ist überzeugt: "Das wird einfach großartig!"

Ina Rottscheidt
(DR)

DOMRADIO.DE vor Ort

Aus Panama berichten Ina Rottscheidt und Kathi Geiger.

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Der Panama-Blog

Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.