Christus-Erlöser-Statue über Rio de Janeiro
Christus-Erlöser-Statue über Rio de Janeiro
Prälat Bernd Klaschka
Prälat Bernd Klaschka
So entstand das Interview
So entstand das Interview
Prälat Klaschka war mit WJT-Pilgern unterwegs
Prälat Klaschka war mit WJT-Pilgern unterwegs

24.07.2013

Adveniat-Geschäftsführer zu Aparecida und seinem WJT-Programm Mit offenen Armen

Mit weit geöffneten Armen wacht die Christusstatue über Rio de Janeiro – genauso begrüßten auch Rios Menschen den Papst und die vielen Weltjugendtagspilger, meint Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka im domradio.de-Interview.

domradio.de: Ist Rio denn in ihren Augen ein guter Ort, um den Weltjugendtag auszutragen?

Klaschka: Ich denke schon von der geschichtlichen Bedeutung Rios her ist es ein guter Ort. Erstens ist es ein Ort, an dem die Portugiesen gelandet sind und von hier aus haben sie sich das Land erschlossen und wenn die Menschen heute nach Rio kommen, vielleicht erschließen sie sich dadurch stärker den Glauben und die Freude des Glaubens. Rio ist auch ein gutgewählter Ort, weil er enorme soziale Problematiken aufweist, insbesondere die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit. Viele junge Menschen können eben nicht in feste Berufsverhältnisse hineinkommen, obwohl Brasilien im wirtschaftlichen Sinne prosperierend ist, aber nicht im Sinne einer gerechten Verteilung des Einkommens und das wird hier spürbar und insofern ist Rio gut gewählt.

domradio.de: Haben Sie denn mitbekommen wie der Papst angekommen ist?

Klaschka: Ich habe im Fernsehen etwas verfolgt, insbesondere als der Papst durch die Straßen fuhr, die Menschen haben ihn mit Freude und mit offenen Armen aufgenommen, wie hier der Christus (die Großstatue auf dem Berg Corcovado) die Leute mit offenen Armen aufnimmt, so haben auch die Menschen in Rio den Papst empfangen mit viel Beifall, viel Erwartung in den Augen und Freude in den Gesichtern. Das ist schon eine gute Voraussetzung für das Gelingen des Weltjugendtages.

domradio.de: Wie sieht denn ihr Zeitplan für die nächsten Tage aus?

Klaschka: Ich werde nach Aparecida fahren, das ist der Ort, der auch für unseren Papst sehr wichtig ist. 2007 war dort die fünfte Bischofsvollversammlung der lateinamerikanischen Bischöfe. Bei dieser Vollversammlung hat der jetzige Papst eine wichtige Rolle gespielt. Er wollte auf eigenen Wunsch nach Aparecida. Aparecida ist auch einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Welt, neun Millionen Menschen kommen dahin und ich werde bei der Papstmesse konzelebrieren. Am Mittwochabend werde ich dann an einem Empfang des Bundes der Katholischen Jugend teilnehmen und in den beiden darauffolgenden Tagen werde ich Adveniat-Projekte besuchen, insbesondere Projekte, die auch von Jugendlichen in Deutschland hier in Rio de Janeiro besucht werden. Ich werde auch am Donnerstagabend bei dem Gottesdienst, den Franziskus hält, teilnehmen.

domradio.de: Haben Sie auch die Möglichkeit ganz nah an den Papst heranzukommen?

Klaschka: Ich glaube nicht, dass ich diese Möglichkeit habe, leider. Ich denke, viele Menschen haben den Wunsch ganz nah an den Papst heranzukommen und ich wünsche ihm, dass er mit vielen jungen Menschen Gelegenheit hat zur Begegnung und wenn ich den Papst besuchen möchte, dann werde ich in Rom eine Audienz beantragen und dann werde ich diese Gelegenheit nutzen, mit dem Papst persönlich zu sprechen.

Das Interview führte Veronika Seidel

(DR)

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Aus Panama berichten Ina Rottscheidt und Kathi Geiger.

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Tägliche Eindrücke aus Panama gibt der Social Media-Redakteur André Grosser vom Newsdesk im Erzbistum Köln. Er begleitet die WJT- Reisegruppe des Erzbistums.