Manfred Melzer ist gestorben
Manfred Melzer ist gestorben
Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann geht in den Ruhestand
Friedhelm Hofmann

13.08.2018

Würzburgs em. Bischof Hofmann zum Tod von Manfred Melzer Ein klarer Blick und ein fester Glaube

Das Erzbistum Köln trauert um Bischof Manfred Melzer. Einer seiner engen Vertrauten war der emeritierte Würzburger Bischof, Friedhelm Hofmann. Im Interview erzählt er, wie er seinen Freund in Erinnerung behalten wird.

DOMRADIO.DE: Herr Bischof, was war der ehemalige Weihbischof Melzer für ein Geistlicher und was für ein Mensch? Deckte sich das?

Friedhelm Hofmann (Emeritierter Bischof von Würzburg): Ja, das kann man sagen. Das machte ihn aus, dass er ein den Menschen zugewandter Mensch war. Ich muss sagen, sobald er angefragt wurde, irgendwo einzuspringen, zu helfen oder Leuten beizustehen, stand er auf der Matte. Er hat sein Amt dazu gebraucht, für die Menschen da zu sein. Und das hat ihn ausgezeichnet, denn viele Leute haben seine Nähe und seine unmittelbare Hilfe erfahren.

DOMRADIO.DE: Gibt es denn eine Geschichte oder einen Moment, der Ihnen gleich einfällt, wenn Sie beschreiben müssten, wie er war?

Hofmann: Wenn jemand anrief und sagte: "Ich brauche Ihre Hilfe in einem ganz konkreten Fall im sozialen Bereich", dann hat er sich bemüht, hat alle Stricke gezogen und den Leuten geholfen, dieses Problem direkt zu lösen. Er hat nichts auf die lange Bank geschoben. Er hat nichts vergessen oder verweigert. Und das hat ihn eigentlich ausgezeichnet.

DOMRADIO.DE: Wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt mit ihm? Sie standen ihm ja sehr nahe.

Hofmann: Vor wenigen Wochen noch. Er hatte zugesagt, in London in der deutschsprachigen Gemeinde zu firmen, sah sich aber aufgrund der fortschreitenden Krankheit nicht mehr dazu in der Lage. Und da hat er mich angerufen und gefragt, ob ich das übernehmen könnte. Und es ging zum Glück. Und dann haben wir nachher noch über die Firmung in London gesprochen.

DOMRADIO.DE: Und was werden Sie selbst von ihm in Erinnerung behalten?

Hofmann: Einfach, dass er ein Mensch mit klarem Blick war, der die Realitäten des Lebens sehr wohl kannte, aber dann aus dem festen Glauben des Evangeliums heraus Antworten zu geben versucht hat. Das wird bei mir haften bleiben.

DOMRADIO.DE: Jetzt wird ja am nächsten Montag eine Trauerfeier für ihn im Kölner Dom stattfinden. Werden Sie da auch kommen?

Hofmann: Ich werde auch dabei sein, klar. Ich denke, dass viele Leute und Mitbrüder kommen, denn er hat den zwischenmenschlichen Kontakt immer sehr gepflegt.

Das Interview führte Julia Reck.

(DR)

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