Vatikan-Flagge vor der Kuppel des Petersdoms
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27.10.2021

Konferenz zur frühen Kirchengeschichte im Vatikan Erkenntnisse sammeln

Die frühe Kirchengeschichte der ersten zwei Jahrhunderte nach Christus steht im Zentrum einer aktuellen Studienkonferenz im Vatikan. Geplant ist ein Austausch zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und unterschiedlichster Kulturen.

Die Tagung verfolge einen "offenen historiographischen Ansatz", sagte der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften, Bernard Ardura, am Dienstag bei der Vorstellung des Tagungsprogramms. Das Treffen von Mittwoch bis Freitag sei als "Untersuchung" gedacht, um festzustellen, was sicher oder nur wahrscheinlich sei - und wo neu gewonnene Erkenntnisse alte Wissensstände überholt hätten.

Es sei ein Austausch zwischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen, unterschiedlichster Kulturen und mit verschiedensten Forschungsansätzen, so Ardura weiter. Ein Fokus liege etwa auf Handelswegen und Wirtschaftskreisläufen im Römischen Reich ebenso wie den Reisen von frühen Missionaren. So gehe es auch um den ersten Einfluss des Christentums in heute nicht christlich geprägten Regionen.

Auch in Deutschland forschende Wissenschaftler dabei

Ardura verwies auf den protestantischen Theologen Adolf von Harnack, der vor rund 100 Jahren die These aufgestellt habe, dass über die ersten beiden Jahrhunderte der Kirchengeschichte nichts mit wissenschaftlicher Gewissheit gesagt werden könne. Ein Ziel der Tagung sei es, mehr Erkenntnisse zu sammeln und zusammenzubringen.

Der Kirchenhistoriker Gaetano Lettieri von der römischen Universität Sapienza ergänzte, dass es zwar nachweislich eine geeinte römisch-katholische Kirche erst mit dem weströmischen Kaiser Konstantin dem Großen und seiner Mailänder Vereinbarung gebe. Das heiße aber nicht, dass nicht schon deutlich davor eine Vereinheitlichung der Christen historisch erkennbar sei.

Das Päpstliche Komitee für Geschichtswissenschaften hat den Auftrag, das Studium der Kirchengeschichte zu fördern. An der Tagung im Vatikan nehmen auch zahlreiche in Deutschland forschende Wissenschaftler teil.

(KNA)

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