Ein Mitarbeiter der "Gendarmeria" auf dem Petersplatz (Archiv)
Ein Mitarbeiter der "Gendarmeria" auf dem Petersplatz (Archiv)

28.09.2021

Kein Gehalt für Vatikanbeschäftigte ohne "Green Pass" Vatikan zieht die Zügel an

Der Vatikan verschärft seine Corona-Regeln für eigene Mitarbeiter und externe Dienstleister: Wer ab dem 1. Oktober keinen italienischen "Green Pass" vorweisen kann, darf nicht zur Arbeit kommen und bekommt kein Arbeitsentgelt.

Er oder sie gilt dann als unentschuldigt abwesend. Sozialversicherungsbeiträge und ähnliche Leistungen werden indes weiter gezahlt. Das geht aus einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Dekret hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Von Homeoffice keine Rede

Die Überprüfung obliege der jeweils zuständigen Abteilung. Über mögliche Ausnahmen von der Verpflichtung werde im Einzelfall entschieden. Zu Alternativlösungen wie Homeoffice werden in dem Schreiben keine Angaben gemacht.

Damit weitet der Vatikan einen Erlass von Mitte September aus. Laut diesem müssen alle Mitarbeiter und Besucher nachweisen, dass sie mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft, genesen oder getestet sind. Das entspricht in etwa der sogenannten 3G-Regel in Deutschland.

Kontrollen nimmt die vatikanische Gendarmerie vor

Nach Angaben des Governatorats werden vatikanische Bescheinigungen, das EU-weit geltende Zertifikat sowie solche anderer Staaten akzeptiert, die den Vorgaben entsprechen. Die Vorschrift betrifft das Territorium des Vatikanstaates sowie alle exterritorialen Einrichtungen in der Stadt Rom sowie in Castel Gandolfo. Kontrollen nimmt die vatikanische Gendarmerie vor.

Von der Regelung ausgenommen sind Gottesdienstteilnehmer, allerdings nur für die Dauer der jeweiligen Feier. Damit folgt der Vatikan der Entscheidung der italienischen Bischöfe, wonach bei Gottesdiensten und Wallfahrten weiterhin kein Anti-Covid-Nachweis nötig ist.

(KNA)

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