Edward Idris Kardinal Cassidy
Edward Idris Kardinal Cassidy

05.07.2019

Früherer "Ökumene-Minister" Edward Cassidy wird 95 Lange wichtigster Australier im Vatikan

Er gehört er zu den zehn ältesten Kardinälen der Weltkirche: Der australische Kardinal Edward Idris Cassidy und langjährige vatikanische "Ökumene-Minister" vollendet an diesem Freitag sein 95. Lebensjahr.

Drei Jahrzehnte lang war er der wichtigste Australier im Vatikan, zunächst als Diplomat, dann kurzzeitig als Innenminister und schließlich bis zu seiner Pensionierung 2001 als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates. Seither lebt Cassidy in seiner australischen Heimat. Mit seinen nun 95 Jahren gehört er zu den zehn ältesten unter den 220 Kardinälen der Weltkirche.

Er war an Erklärung von Lutheranern und Katholiken beteiligt

Als Nachfolger des legendären Niederländers Jan Willebrands (1909-2006) bestimmte Cassidy zwölf Jahre lang die ökumenische Linie des Heiligen Stuhls und verbesserte maßgeblich die nach der politischen Wende von 1989/90 eingebrochenen Kontakte zur Orthodoxie.

Er war maßgeblich am Zustandekommen der Gemeinsamen Erklärung von Lutheranern und Katholiken zur Rechtfertigungslehre 1999 beteiligt. Seine Nachfolge übernahm der vormalige Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Walter Kasper (86).

Er vertrat den Vatikan auf schwierigen Auslandsposten

Vor seiner Tätigkeit für die Ökumene hatte der am 5. Juli 1924 in Sydney geborene Cassidy den Heiligen Stuhl als Botschafter auf schwierigen Auslandsposten vertreten, etwa auf Taiwan, in Südafrika und den Niederlanden. Nach seiner Priesterweihe 1949 war er zunächst in der Gemeindeseelsorge in Yenda in der Diözese Wagga Wagga tätig.

1952 ging er zum Weiterstudium in Kirchenrecht nach Rom, wo er promoviert wurde und parallel die Ausbildung an der vatikanischen Diplomatenakademie absolvierte. Erste Auslandsstationen führten ihn nach Indien, nach Irland, El Salvador und Argentinien. 1970 erhielt er die Bischofsweihe und die Beförderung zum Nuntius.

Anfang 1988 wurde Cassidy überraschend Substitut im Staatssekretariat und damit vatikanischer "Innenminister". Aus dieser Position stieg er knapp zwei Jahre später zum vatikanischen "Ökumene-Minister" und zum Kardinal auf.

Er organisierte den ersten Papstbesuch in einem orthodoxen Land

In dieser Amtszeit baute der Karrierediplomat Cassidy die nach der politischen Wende eingebrochenen ökumenischen Beziehungen zu den orthodoxen Kirchen wieder aus. Er gehörte 1999 zu den Organisatoren des ersten Papstbesuchs in einem orthodoxen Land, in Rumänien.

Dann begleitete er Johannes Paul II. 2000 auf seiner großen Heilig-Land-Reise. Auch die Vorbereitungen und die Unterzeichnung des von Katholiken und Lutheranern erarbeiteten Dokuments zur Rechtfertigungslehre fiel in seine Amtszeit. Auch zum Judentum hielt er guten Kontakt.

 

(KNA, DR)

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