Papst Franziskus trifft Bischöfe aus Venezuela (Archivbild)
Papst Franziskus trifft Bischöfe aus Venezuela (Archivbild)

12.09.2018

Venezolanische Bischöfe berichten Papst über Krise Zweieinhalb Stunden Lagebericht

Mehr als 40 katholische Bischöfe aus Venezuela haben Papst Franziskus über die Situation in ihrem Land berichtet. Sie hätten die drängendsten Probleme der schweren Krise angesprochen, melden italienische Medien.

Nach der Begegnung sagte der Präsident der Venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Azuaje Ayala, es habe einen "angenehmen Dialog" mit dem Papst gegeben, in dem über alle "pastoralen Erfahrungen" im Land gesprochen worden sei, zitierte das vatikanische Nachrichtenportal "Vatican News".

Die Lage in Venezuela beschrieb der Erzbischof von Maracaibo gegenüber Journalisten mit den Worten: "Wir leben derzeit in einer beispiellosen Situation, in der wir von einem wirklichen demokratischen Aufbau zu einem Mangel an Demokratie gelangt sind. Nun wird ein politisches System errichtet, das von der aktuellen Verfassung nicht gedeckt wird." Der Erzbischof wies auch auf die zunehmende Hoffnungslosigkeit und Verelendung der Bevölkerung hin und beklagte eine offensichtliche Hungerkrise, die dennoch von manchen "geleugnet" oder gar "versteckt" werde.

Ermutigung und Aufruf zur Einigkeit

Papst Franziskus habe ihm geraten, in dieser schweren Lage die Nähe zum Volk beizubehalten, besonders zu jenen, die am meisten litten. Er habe die Bischöfe ermutigt, sich weiter um Migranten zu kümmern, um Amazonien und die Menschenwürde. Zudem habe das Kirchenoberhaupt betont, es sei wichtig, geeint zu sein. Ein Problem sei, dass die Regierung die Krise nicht anerkennen wolle und sich deshalb gegen humanitäre Hilfsinitiativen stelle. Die seien jedoch entscheidend, um Hilfe, Lebensmittel und Medikamente sowie Lieferungen aus anderen Ländern zu erhalten, betonte Erzbischof Azuaje.

Weiter beklagten die Bischöfe eine hohe Abwanderungsrate aus Venezuela, die auch die Kirche betreffe. Priester oder ganze Ordensgemeinschaften hätten in ihre Herkunftsländer zurückkehren müssen. Azuaje kritisierte Probleme bei der Verlängerung von Visa: Dies habe "schädliche Auswirkungen auf die pastoralen Möglichkeiten der Kirche selbst", da sie daran gehindert werde, ihren Dienst für die ganze Gemeinschaft zu leisten. Die Bischöfe trafen Franziskus anlässlich ihres turnusmäßigen, sogenannten Ad-limina-Besuchs. Auf dem Programm bis zum 15. September stehen auch Beratungen in verschiedenen Kurieneinrichtungen.

(KNA)

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