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Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin

13.07.2018

Kardinal Parolin: Italien kann Migrationsfrage meistern Große Ressourcen an Moralität und Solidarität

Aus Sicht des Vatikan ist Italien in der Lage, die "große Herausforderung Migration" zu meistern. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zeigte sich überzeugt, dass das Land "noch große Ressourcen an Moralität und Solidarität besitzt".

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erklärte laut der italienischen Tageszeitung "Avvenire", nach seinem Eindruck verschlössen sich viele Menschen gegenüber Einwanderern und reagierten "sehr negativ" auf sie. Doch zeigte er sich überzeugt, "dass Italien noch große Ressourcen an Moralität und Solidarität besitzt", um die weltweit bestehende Aufgabe anzugehen, wird die Nummer Zwei des Vatikan zitiert.

Parolin äußerte sich demnach am Donnerstagabend in der nordost-italienischen Stadt Aquileia auf Nachfrage von Journalisten.

Der Vatikanvertreter sprach bei einer Konferenz zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) vor 100 Jahren und hielt eine Predigt in der Basilika von Aquileia. Dort sagte er laut am Freitag vom Vatikan verbreiteten Redetext, Hass sei Ausdruck von Weltlichkeit. "Ein Christ leidet nicht unter Verfolgungswahn, er sieht nicht überall Feinde, klagt niemanden an, sondern weiß, dass er selbst zu stetiger Umkehr gerufen ist", so der Kardinal.

Sämtliche Aspekte bedenken

Auf die aktuelle Migrationsdebatte angesprochen, sagte er laut "Avvenire" weiter, man müsse natürlich der "Komplexität des Phänomens" Rechnung tragen und sämtliche Aspekte bedenken. Auch Papst Franziskus betone immer wieder, dass Integration ein "Geben und Nehmen" sei. Selbstverständlich müssten sich Einwanderer auch bemühen, die Werte der italienischen Gesellschaft zu achten.

Im sizilianischen Trapani hatte es am Donnerstag erneut ein Tauziehen um die Ausschiffung von Bootsflüchtlingen gegeben. Nachdem am Nachmittag das Schiff "Diciotti" der italienischen Küstenwache mit 67 Migranten nach Tagen der Ungewissheit in Trapani anlegen durfte, untersagte Innenminister Matteo Salvini den Geretteten zunächst, von Bord zu gehen. Erst kurz vor Mitternacht konnten sie das Schiff verlassen.

An der Messe mit Parolin in der Basilika Santa Maria Assunta von Aquileia nahmen laut "Avvenire" Bischöfe aus Norditalien sowie aus den Nachbarländern Slowenien, Österreich und Kroatien teil. Parolin zelebrierte die Messe auf Einladung des Erzbischofs von Görz (Gorizia), Carlo Roberto Maria Redaelli, anlässlich des Patronatsfests. Die Basilika ist den Heiligen Hermagoras und Fortunatus geweiht, derer die katholische Kirche am 12. Juli gedenkt.

(KNA)

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