Franziskus mit Mladen Ivanic (r.) Dragan Covic (m.) und Bakir Izetbegovic (hinten)
Franziskus mit Mladen Ivanic (r.) Dragan Covic (m.) und Bakir Izetbegovic (hinten)

24.02.2018

Papst sprach mit Staatsführung Bosnien-Herzegowinas "Verständnis zwischen Religionen stärken"

Papst Franziskus hat am Samstag die drei Mitglieder des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina empfangen. Bei dem Gespräch betonten alle Beteiligten ihre Zufriedenheit über die guten Beziehungen.

Bei dem Treffen sei es zum einen um den interreligiösen Dialog, aber auch um die innenpolitische Lage sowie einen möglichen EU-Beitritt des Landes gegangen, teilte der Vatikan anschließend mit. Beide Seiten hätten zugesichert, das gegenseitige Verständnis zwischen Religionen und Konfessionen sowie Volksgruppen zu stärken.

Innen- und Außenpolitik im Blick

Innenpolitisch stelle sich vor allem die Aufgabe, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten sowie weiterhin an einer friedlichen Koexistenz der Volksgruppen von Bosniaken, Serben und Kroaten zu arbeiten. Auch die Europäische Integration des Staates wurde besprochen. Im Anschluss an die Audienz bei Papst Franziskus traf das Staatspräsidium mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie mit dem Sekretär für Außenangelegenheiten, Erzbischof Paul Gallagher, zusammen.

Papstbesuch in Bosnien und Herzegowina

Entsprechend der Bevölkerung Bosnien-Herzegowinas besteht das Staatspräsidium aus jeweils einem Vertreter der bosniakischen, der serbischen und der kroatischen Volksgruppe. Aktuell sind dies Bakir Izetbegovic (bosniakisch), Mladen Ivanic (serbisch) und Dragan Covic (kroatisch). Der Vorsitz des Gremiums wechselt alle acht Monate; derzeit hat ihn der Kroate Covic inne.

Anfang Juni 2015 hatte Papst Franziskus Bosnien und Herzegowina besucht und sich dort unter anderem mit Vertretern von Muslimen, Juden sowie serbisch-orthodoxen und katholischen Christen getroffen.

(KNA, rv)