Päpstlicher Sonderermittler in Chile im Krankenhaus
Symbolbild Missbrauch in der Kirche
Sonderermittler Erzbischof Charles Jude Scicluna
Sonderermittler Erzbischof Charles Jude Scicluna
Bischof Juan Barros
Schlüsselperson in der Vertuschung des Missbrauchskandals in Chile: Bischof Juan Barros

18.02.2018

Treffen zwischen Missbrauchsopfer Cruz und Kardinal "Mir wurde zugehört"

Der Brief des chilenischen Missbrauchsopfers Juan Carlos Cruz hat den Vatikan in Erklärungsnot gebracht. Jetzt fand durch den päpstlichen Sonderermittler Scicluna eine Befragung zu den Missbrauchsfällen statt. Cruz zieht eine positive Bilanz.

Das chilenische Missbrauchsopfer Juan Carlos Cruz hat nach der Befragung durch den päpstlichen Sonderermittler Erzbischof Charles Scicluna ein positives Fazit gezogen. "Das war eine gute Erfahrung, und ich verlasse diesen Ort sehr hoffnungsvoll", sagte Cruz Reportern am Samstag (Ortszeit) in New York. Dort hatte die Befragung stattgefunden.

"Ich hatte das erste Mal das Gefühl, das mir zugehört wurde", so Cruz weiter. Es sei für den Sonderermittler eine sehr intensive und detailreiche sowie teilweise Augen öffnende Befragung gewesen. Scicluna hätten die Schilderung sehr mitgenommen, und er habe während der Befragung auch geweint, sagte Cruz.

Brisantes Schreiben vor Amtseinführung des Beschuldigten

Scicluna, Erzbischof von Malta, untersucht im Auftrag von Papst Franziskus Vertuschungsvorwürfe gegen den chilenischen Bischof Juan Barros (Osorno). Dazu traf er sich zunächst mit Cruz in dessen Wahlheimat, den USA, bevor er nach Chile weiterfliegt, um weitere Opfer zu befragen.

Mit einem bereits drei Jahre alten Brief hatte Cruz den Vatikan in Erklärungsnot gebracht. In dem inzwischen weltweit bekannten Schreiben belastete Cruz den heutigen Bischof Juan Barros schwer: Dieser habe in den 1980er Jahren als Priester etliche Fälle von sexuellem Missbrauch von Jungen durch seinen inzwischen vom Vatikan verurteilten damaligen Amtsbruder Fernando Karadima mit angesehen, ohne dagegen einzuschreiten. Brisant war das Schreiben, weil es den Vatikan bereits drei Wochen vor der Amtseinführung von Barros erreicht haben soll.

Papst verteidigt Barros

Papst Franziskus hatte während seines Chile-Besuchs im Januar dieses Jahres erklärt, es gebe keine Beweise dafür, dass der 2015 von ihm zum Bischof von Osorno ernannte Barros sexuellen Missbrauch durch Karadima vertuscht habe. Barros' Amtseinführung wurde damals begleitet von heftigen Protesten Hunderter Demonstranten, die gegen seine Bischofsernennung waren.

Die Proteste gegen Barros überschatteten auch den Papstbesuch in Chile im Januar. Franziskus entschuldigte sich später für seine Wortwahl und beauftragte den maltesischen Erzbischof Scicluna als Sonderermittler mit der Aufklärung des Falles.

(KNA)

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