Angeklagte Chaouqui (m.) auf dem Weg ins Gericht
Angeklagte Chaouqui (m.) auf dem Weg ins Gericht

05.07.2016

Verteidigung fordert Freispruch Verfahren auf der Zielgeraden

Im Vatileaks-Prozess hat die Verteidigung in ihrem Schlussplädoyer den Freispruch der beiden Hauptangeklagten gefordert. Mit der Urteilsverkündigung rechnen Beobachter für Donnerstag.

Die Beweise für eine Weitergabe vertraulicher Unterlagen seien unzureichend, sagte Emanuela Bellardini, Verteidigerin des spanischen Priesters Lucio Angel Vallejo Balda, am Dienstag. Den Vorwurf der Anklage, Vallejo Balda habe eine kriminelle Vereinigung gebildet, wies sie als unbegründet zurück. Auch Laura Sgro, Anwältin der italienischen PR-Beraterin Francesca Chaouqui, plädierte auf Freispruch ihrer Mandantin.

Die vatikanische Staatsanwaltschaft hatte am Montag für Vallejo Balda drei Jahre und einen Monat Haft und für Chaouqui drei Jahre und neun Monate gefordert. Vallejo Baldas mitangeklagter Assistent Nicola Maio soll nach dem Willen der Staatsanwälte Giampiero Milano und Roberto Zannotti ein Jahr und neun Monate Freiheitsentzug erhalten. Vallejo Balda und Chaouqui waren Mitglieder einer vatikanischen Wirtschaftsprüfungskommission, die Missstände im vatikanischen Finanzgebaren aufecken sollte.

Plädoyers der Verteidigung am Mittwoch

Die Plädoyers der Verteidigung von Maio sowie der mitangeklagten Journalisten Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi sind für diesen Mittwoch vorgesehen. Mit der Urteilsverkündigung rechnen Beobachter für Donnerstag. Das Verfahren war Ende November vor dem Gericht des Vatikanstaats eröffnet worden. Nach einer dreimonatigen Unterbrechung wurde es im März fortgesetzt.

Für Nuzzi verlangt die Anklage ein Jahr Haft auf Bewährung wegen Beihilfe zur Verbreitung der zugespielten Dokumente. Bei Fittipaldi, der wegen des gleichen Vorwurfs belangt wurde, will die Staatsanwaltschaft wegen Mangels an Beweisen von einer Bestrafung absehen.

Ob die Angeklagten bei einer möglichen Verurteilung tatsächlich in Haft müssen, ist offen. Unmittelbar betroffen dürfte voraussichtlich nur der Geistliche Vallejo Balda sein, der neben seiner spanischen Staatsangehörigkeit als einziger auch einen vatikanischen Pass besitzt.

Der spanische Priester Vallejo Balda, früherer Sekretär der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls, wird beschuldigt, vertrauliche Unterlagen einer vatikanischen Wirtschaftsprüfungskommission an die Journalisten Nuzzi und Fittipaldi weitergeben zu haben. Diese veröffentlichten die Dokumente im November in Büchern. Chaouqui soll laut der Anklage Druck auf Vallejo Balda ausgeübt haben.

 

(KNA)

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