Papst Franziskus an Fronleichnam
Papst Franziskus
Vatikan
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08.06.2016

Missbrauch: verurteilter Pfarrer aus Priesteramt entlassen Null-Toleranz

Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte frühere Krefelder Pfarrer Georg K. ist vom Vatikan aus dem Priesteramt entlassen worden. Das teilte das Bistum Aachen am Mittwoch mit.

Nach Prüfung der Akten durch die römische Glaubenskongregation und einem eigenen Entlassungsgesuch des Priesters habe Papst Franziskus die Laisierung veranlasst. Der 57-Jährige war im Februar 2015 vom Landgericht Krefeld wegen sexuellen Missbrauchs an zwei Jungen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Durch die Entlassung aus dem Klerikerstand verliert K. alle Rechte und Pflichten eines Priesters, so das Bistum. Zugleich ende die Fürsorge- und Versorgungsverpflichtung, die der Bischof mit dem Tag der Priesterweihe für einen Priester übernimmt. Laut Bistum Aachen hat die Diözese bereits mit der rechtskräftigen Verurteilung im Mai 2015 die Zahlungen an K. eingestellt. Zuletzt habe es sich nur noch um eine Art Grundsicherung in dreistelliger Höhe gehandelt.

Papst bekräftigt seine Null-Toleranz-Haltung

Der Ständige Vertreter des Aachener Diözesanadministrators, Andreas Frick, begrüßte, dass der kirchenrechtliche Prozess verhältnismäßig schnell abgeschlossen worden sei. Nach Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung im Strafprozess hatte das Bistum Aachen die Unterlagen im Spätherbst 2015 an die Glaubenskongregation weitergeleitet.

"Von Herzen wünsche ich den betroffenen Opfern, dass der Abschluss des strafrechtlichen Verfahrens und die Entlassung aus dem Priesteramt bei der Verarbeitung des erlittenen Leids hilft", sagte Frick. "Wir werden weiterhin das uns Mögliche tun, hierbei zu helfen." Auch im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit bekräftige der Papst seine Null-Toleranz-Haltung in der katholischen Kirche bei erwiesenen Fällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter.

Sustentationszahlungen als Grundsicherung

Das Landgericht Krefeld hatte K. wegen 25 Missbrauchstaten aus den Jahren 2001 bis 2007 gegen zwei damals 11- bis 15-jährige Brüder verurteilt. Der Fall erregte bundesweite Aufmerksamkeit. Ein 2010 begonnenes Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe in Südafrika, wo K. ab 2007 Auslandsseelsorger war, wurde im Sommer 2014 eingestellt.

Bezüge als Priester hatte das Bistum nach den Angaben schon im Mai 2010 gestrichen. Damals hatte K. nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe Selbstanzeige erstattet und die Taten eingeräumt. Daraufhin wurde er vom damaligen Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff vom Priesteramt suspendiert. Bis Mai 2015 erhielt K. sogenannte Sustentationszahlungen als Grundsicherung.

(KNA)

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