Papst Franziskus und Patriarch Kyrill
Papst Franziskus und Patriarch Kyrill

05.02.2016

Überraschung: Papst will Patriarch Kyrill treffen Historische Begegnung

Die Beziehungen zwischen Rom und Moskau waren in den letzten Jahren keine einfachen. Franziskus und Partriarch Kyrill I. wollen sich in der kommenden Woche treffen. Dafür legt der Papst auf dem Weg nach Mexiko einen Zwischenstopp auf Kuba ein.

Papst Franziskus will in der kommenden Woche mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. zusammentreffen. Diese historische erste Begegnung überhaupt zwischen den Oberhäuptern der römisch-katholischen Kirche und der russischen Orthodoxie solle am kommenden Freitag auf Kuba stattfinden und etwa zwei Stunden dauern, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag mit. Franziskus werde dafür einen Zwischenstopp auf dem Hinflug seiner Mexiko-Reise (12. bis 18. Februar) einlegen. Die Ankündigung wurde zeitgleich auch in Moskau verbreitet.

Der Wunsch sei auf beiden Seiten groß gewesen.

Auf dem Flughafen von Havanna wollen die beiden Kirchenoberhäupter demnach eine gemeinsame Erklärung unterzeichnen. Kyrill I. hält sich zu dieser Zeit zu einem offiziellen Besuch auf Kuba auf. Das Treffen sei seit langem vorbereitet worden, so die Vatikan-Erklärung. Der Wunsch sei auf beiden Seiten groß gewesen. Die Begegnung stelle eine wichtige Etappe in den Beziehungen der beiden Kirchen dar und sei auch ein "Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens". Die Übersetzung soll auf Spanisch und Russisch erfolgen.

In den 1990er Jahren waren mehrere Bemühungen um ein solches Gipfeltreffen etwa in Wien oder im ungarischen Pannonhalma gescheitert. Als Gründe galten insbesondere Spannungen zwischen den Kirchen um die mit Rom unierten Katholiken in der Ukraine.

Beziehung in den letzten Jahren verbessert

Papst Franziskus hatte in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, zu einem Treffen mit Kyrill I. an jedem beliebigen Ort bereit zu sein. Unter seinem Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013) hatten sich die Beziehungen zwischen Rom und Moskau nach schwierigen Jahren deutlich verbessert.

Im Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2005) galt auch dessen polnische Herkunft als ein Hinderungsgrund für eine Begegnung der beiden Kirchenführer. Neben der Rolle der Katholiken in der Ukraine hatte die russisch-orthodoxe Seite auch die Errichtung von vier katholischen Diözesen in Russland im Jahr 2002 als Affront gewertet.

Voraussetzungen im Verhältnis der Kirchen zueinander

Offiziell hieß es, vor einer persönlichen Begegnung von Papst und Patriarch müssten eine Reihe von Voraussetzungen im Verhältnis der Kirchen zueinander geschaffen und vorhandene Probleme geklärt werden.

Vatikansprecher Lombardi betonte die Bedeutung des neutralen Ortes für das Treffen, was das Zustandekommen zum jetzigen Zeitpunkt begünstigt habe. Er verwies zudem auf das bevorstehende sogenannte Panorthodoxe Konzil im Juni. Dort sollten sich die Annäherungen und positiven Beziehungen zwischen den Kirchen weiter fortsetzen.

(KNA)

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