Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps im Vatikan
Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps
Papst trifft Botschafter
Papst trifft Botschafter

11.01.2016

Papst fordert Kampf gegen Waffenhandel und Korruption Wegen des humanistischen Ideals

Franziskus hat an die Europäer appelliert, bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht nachzulassen. Gleichzeitig müsse auch die Situation in deren Herkunftsländern verbessert werden, sagte er vor dem Diplomatischen Corps im Vatikan.

Sorgen um das kulturelle und soziale Gefüge und die innere Sicherheit dürften nicht zu Abschottung führen, so der Papst. Die Ideale des Humanismus wie die Achtung vor der Menschenwürde und Solidarität könnten bisweilen eine schwere Bürde sein. Europa müsse jedoch, "unterstützt durch sein großes kulturelles und religiöses Erbe", Schutzsuchenden weiterhin Zuflucht gewähren, so der Papst am Montag in der traditionellen Neujahrsansprache vor dem Corps.

Zugleich zeigte Franziskus sich zuversichtlich, dass Europa "die Mittel" habe, um ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der eigenen Bürger und der Aufnahme von Flüchtlingen zu finden. Franziskus wird in diesem Jahr mit dem Internationalen Karlspreis für seine Verdienste um die europäische Einigung ausgezeichnet.

Antworten auf den "schweren Migrations-Notstand" könnten die Staaten nur gemeinsam entwickeln, so der Papst. Bisher fehle dazu eine mittel- und langfristige Strategie. Die Aufnahme und Integration von Menschen, die vor Elend, Krieg, Verfolgung und den Folgen des Klimawandels flüchteten, müsse auch vom Bemühen um eine Verbesserung der Lage in den Herkunftsländern begleitet sein. Dazu gehöre der Kampf gegen Waffenhandel, Korruption und ausbeuterischen Rohstoffabbau. Franziskus wandte sich jedoch gegen Formen der Entwicklungszusammenarbeit, die den betreffenden Völkern "ideologisch fremd" seien.

Papst besorgt über religiösen Extremismus und weltweite Krisenherde

Nachdrücklich warnte der Papst vor religiösem Fundamentalismus und Extremismus. Dabei werde Religion für machtpolitische Ziele verzweckt. Franziskus erinnerte an die Terroranschläge der vergangenen Monate. "Nur eine ideologische und irregeleitete Form von Religion kann daran denken, durch vorsätzlichen Mord an wehrlosen Menschen im Namen Gottes Gerechtigkeit zu erweisen, wie es in den blutigen Terroranschlägen der vergangenen Monate in Afrika, Europa und im Nahen Osten geschehen ist", sagte der Papst

Für 2016 rief der Papst zu neuen Anstrengungen für ein Ende des Krieges in Syrien sowie für eine friedliche Lösung zwischen Israelis und Palästinensern auf. Besorgt äußerte er sich auch über die Migrationssituation an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, die Konflikte in Zentralafrika, Libyen und in der Ukraine sowie den jüngsten Atomtest Nordkoreas. Positiv bewertete er hingegen das Atomabkommen mit dem Iran und den zu erwartenden Klimavertrag nach der Weltklimakonferenz von Paris.

Der Heilige Stuhl unterhält gegenwärtig diplomatische Beziehungen zu 180 Staaten. Hinzu kommen die EU, der Malteserorden und die Palästinensischen Autonomiegebiete.

(KNA, epd)

Sonderseite zur KirchenMusikWoche im Erzbistum Köln

Konzerte, Gottesdienste, Orgelstunden und Talk: Hier geht es zu unserer Berichterstattung!

Das DOMRADIO.DE WM-Tippspiel

Tippen Sie kostenlos gegen Schwester Katharina die Fußball-WM. Für jeden Mitspieler spenden wir für einen guten Zweck! Den Gewinner erwartet eine Überraschung.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 18.06.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • WM 2018 - Fußballnonne Sr. Katharina zum 1. Deutschland-Spiel
  • KirchenMusikWoche - Orgelmusik in der Kölner Innenstadt
  • Silbernes Priesterjubiläum - Heilige Messe mit Erzbischof Heße, Bischof Kohlgraf und Msgr. Kleine
  • Darf man für einen WM-Sieg beten?
  • KirchenMusikWoche 2018 im Erzbistum Köln eröffnet
  • Auf der Kippe: scheitert die Bundesregierung an der Flüchtlingspolitik?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Was wird aus dem Friedensvertrag in Kolumbien nach der Wahl?
  • Warum stehen Labyrinthe in der christlichen Tradition?
  • Kirchenmusikwoche: Eine Orgel mitten in der Fußgängerzone
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Was wird aus dem Friedensvertrag in Kolumbien nach der Wahl?
  • Warum stehen Labyrinthe in der christlichen Tradition?
  • Kirchenmusikwoche: Eine Orgel mitten in der Fußgängerzone
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Vor 25 Jahren zum Preister geweiht: auch Mainzer Bischof Kohlgraf
  • WM ohne Italien: Tristesse im Vatikan und Italien?
  • Organist und Orgelschüler musizieren im Freien auf der Domplatte
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Vor 25 Jahren zum Preister geweiht: auch Mainzer Bischof Kohlgraf
  • WM ohne Italien: Tristesse im Vatikan und Italien?
  • Organist und Orgelschüler musizieren im Freien auf der Domplatte
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Was wird aus dem Friedensvertrag in Kolumbien nach der Wahl?
  • Was würden Sachleistungen für Flüchtlinge bewirken?
  • Vor 25 Jahren zum Preister geweiht: auch Mainzer Bischof Kohlgraf
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Matthäusevangelium
    19.06.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 5,43–48

  • Giovanni Pierluigi
    19.06.2018 09:20
    Anno Domini

    Missa Papae Marcelli von Giova...

  • Matthäusevangelium
    20.06.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 6,1–6.16–18

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen