Vatikanbank
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07.04.2014

Internationale Transparenzstandards angekündigt Papst hält an Vatikanbank IOR fest

Der Apostel Petrus habe auch kein Konto gehabt, hat der Papst gesagt und damit Spekulationen über die Auflösung der Vatikanbank IOR angeheizt. Doch Franziskus will an dem päpstlichen Geldinstitut festhalten.

Papst Franziskus hält an der sogenannten Vatikanbank IOR fest. Das Geldinstitut werde seine Arbeit "mit Umsicht fortsetzen und der katholischen Kirche weltweit spezialisierte Finanzdienstleistungen anbieten", teilte der Vatikan am Montag mit. Die "wertvollen Serviceleistungen" des IOR unterstützten den Papst in seiner Mission als universaler Hirte und helfe den Einrichtungen und Personen, die mit ihm zusammenarbeiteten.

Franziskus habe einen Vorschlag zur Zukunft des Geldinstituts gebilligt, der die "Wichtigkeit des Auftrags des IOR für das Wohl der Kirche nochmals bestätigt", heißt es weiter. Damit sind Spekulationen über eine mögliche Auflösung des offiziell "Institut für die religiösen Werke" genannten päpstlichen Geldinstituts hinfällig. Es war in den vergangenen Jahren durch mehrere Skandale und Ermittlungen außervatikanischer Behörden in die Schlagzeilen geraten. Genährt wurden die Spekulationen unter anderem durch Aussagen des Papstes wie etwa jene, dass der Apostel Petrus auch kein Konto gehabt habe.

Transparenz und Kontrolle

Das IOR war in den vergangenen Jahren wiederholt durch Ermittlungen der italienischen Justiz wegen angeblicher Schwarzgeldkonten in die Schlagzeilen geraten. Der deutsche Manager Ernst von Freyberg, der seit Februar 2012 Vorsitzender des IOR-Verwaltungsrates ist, leitete einen radikalen Reformprozess ein, um das Geldinstitut vollständig internationalen Standards für Transparenz anzupassen.

Franziskus habe einen Vorschlag zur Zukunft des Geldinstitutes gebilligt, der die "Wichtigkeit des Auftrags des IOR für das Wohl der Kirche nochmals bestätigt", heißt es in der Mitteilung weiter.

Zugleich bekräftigte der Vatikan, dass die Vatikanbank auch weiterhin von der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde AIF kontrolliert werde.

"Große Anerkennung"

Das IOR selbst wertete die Entscheidung des Papstes als "große Anerkennung" für seine Arbeit und den Reformprozess der vergangenen zwölf Monate. Priorität habe nun die Durchleuchtung der Kundendatei, teilte ein Sprecher am Montag mit. Sie soll nach Angaben des IOR bis "Anfang Sommer" abgeschlossen sein.

Seit einem Jahr durchkämmen 25 Mitarbeiter der Wirtschaftprüfungsgesellschaft Promontory die rund 19.000 Konten beim IOR. Die Kontrolleure sollen herausfinden, ob unbefugte oder verdächtige Personen oder Einrichtungen dort Konten führen. Über das bisherige Ergebnis hat sich das IOR bislang nicht geäußert. Der Verwaltungsratsvorsitzende von Freyberg werde gemeinsam mit dem Management des Geldinstituts einen Plan fertigstellen, wie das IOR künftig seine Aufgabe innerhalb der neuen Finanzstrukturen des Vatikan wahrnehmen könne, hieß es. Diese würden dann dem Papst sowie dem neu geschaffenen vatikanischen Wirtschaftsrat vorgelegt.

(KNA)

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