Vatikanbank-Chef Ernst von Freyberg
Vatikanbank-Chef Ernst von Freyberg

01.06.2013

Präsident will Ruf der Vatikanbank verbessern "Null-Toleranz bei Sauereien"

Der neue Vatikanbank-Chef Ernst von Freyberg will konsequent gegen mögliche Fälle von Geldwäsche und Steuerhinterziehung in seinem Institut vorgehen. Das kündigte der Deutsche nun gleich in mehreren Interviews an.

"Ich werde Konten kündigen und Mitarbeiter rauswerfen, sollte dies nötig sein", sagte der von Freyberg, der seit Februar das Geldhaus leitet, der "Bild"-Zeitung am Samstag (01.06.2013). "Geldwäsche und Steuerhinterziehung – nicht mit uns! Bei Klüngeleien und Sauereien habe ich Null-Toleranz."

Sein Traum sei es, sagte von Freyberg bereits am Freitag im Gespräch mit der in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", aus der Vatikanbank einen anerkannten Dienstleister innerhalb der katholischen Weltkirche zu machen, der nicht mehr die Kritik der internationalen Presse auf sich zieht".

Finanziell gesund

Die Vatikanbank war seit ihrer Gründung vor rund 70 Jahren immer wieder mit Skandalen in Verbindung gebracht worden. Von Freyberg kündigte an, im Oktober erstmals eine Bilanz des Geldhauses im Internet zu veröffentlichen und alle Geschäfte genau zu kontrollieren. "Ich will die Geldwäscher unter den Kunden aussortieren und Transparenz bei den wirtschaftlichen Kennzahlen herstellen", betonte er.

Finanziell sei das Geldhaus mit seinen 114 Mitarbeitern und 18 900 Kunden (Ende 2012) gesund, sagte Freyberg. Zuletzt habe die Vatikanbank eine Bilanzsumme von 5 Milliarden Euro, einen Nettogewinn von 86,6 Millionen Euro und ein verwaltetes Vermögen von 7 Milliarden Euro verzeichnet.

(dpa, DR)