Frère Alois (rechts)
Frère Alois (rechts)

01.01.2014

Taizé-Treffen in Straßburg beendet Bruderschaft ruft zu mehr Solidarität auf

Flackernde Kerzen und stimmungsvolle geistliche Gesänge: Mit einem besinnlichen "Fest der Nationen" ist in der Silvesternacht in Straßburg das 36. Europäische Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé zu Ende gegangen.

Mehr als 20.000 Jugendliche aus knapp 50 Nationen waren der Einladung der französischen Bruderschaft zu dem grenzüberschreitenden Treffen zwischen Straßburg und der badischen Region Ortenau gefolgt.

In den vergangenen Tagen hatten die Gäste an Gottesdiensten in rund 210 gastgebenden Kirchengemeinden im Elsass und in Baden teilgenommen. Sie beteten gemeinsam, etwa auf dem Straßburger Messegelände und im Münster, und diskutierten in Workshops über soziale Fragen, Spiritualität und Kunst.

Freundschaft und Gemeinschaft stiften

Der Prior der Bruderschaft von Taizé, Bruder Alois, rief die Menschen zu größerer Solidarität untereinander auf. Christen sollten Freundschaft und Gemeinschaft stiften und vertiefen. Die Menschen stünden vor großen Herausforderungen, wie Arbeitslosigkeit, sozialer Not, einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich und der Zerstörung der Umwelt, sagte Frère Alois. Außerdem sehnten sich viele Jugendliche nach einer neuen Wirtschaftsordnung.

Die evangelische und die katholische Kirche hatten zu Beginn des Treffens ihren Willen zur Ökumene bekräftigt. Während in den kirchlichen Institutionen oft nur darüber diskutiert werde, was trenne, würden viele Menschen im Alltag die Ökumene vorwegnehmen, sagte der Prior der Taizé-Gemeinschaft, Frère Alois. "Durch den Heiligen Geist fordert Christus uns auf, den Geist der Rivalität abzulegen, durch den nur Gegensätze und Ungerechtigkeiten verstärkt werden." Christen sollten deshalb zu Schöpfern von Freundschaft und Friedensstiftern werden.

Straßburg sei nach den schrecklichen Kriegen des 20. Jahrhunderts "zu einem Symbol der Versöhnung geworden", fügte der Prior hinzu. Es sei ein Zeichen der Hoffnung, dass alle 20.000 Jugendliche von Familien sowohl im Elsass als auch im badischen Ortenaukreis aufgenommen worden seien.

Wiedersehen in Prag

Das Jugendtreffen fand im Rahmen eines "Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde" statt. Seit 1978 organisieren die Brüder der Kommunität von Taizé die Begegnungen, die stets um den Jahreswechsel herum stattfinden. Im vergangenen Jahr kamen rund 40.000 Teilnehmer in Rom zusammen. Das nächste Taizé-Treffen wird zum Jahreswechsel 2014/2015 in Prag stattfinden.

Zuvor lädt die Gemeinschaft von Taizé Jugendliche aus aller Welt zu einer Pilgerfahrt nach Amerika ein, wie Bruder Alois mitteilte. Im April und Mai sind Besuche in Texas und Mexiko geplant, im Oktober geht es unter anderem in die Dominikanische Republik, nach Haiti, Puerto Rico und Kuba.

(epd)

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