Ein Fan mit argentinischem Trikot hält ein Bild von Diego Maradona hoch
Ein Fan mit argentinischem Trikot hält ein Bild von Diego Maradona hoch

26.11.2020

"Hand Gottes" ist tot Papst betet für Diego Maradona

Papst Franziskus betet für seinen verstorbenen argentinischen Landsmann Diego Maradona. Laut Vatikansprecher Matteo Bruni erinnere sich Franziskus mit Zuneigung an die Begegnungen mit Maradona. 2016 hatten sie sich in Rom getroffen.

Fußballlegende Diego Armando Maradona ist tot. Wie die argentinische Zeitung "La Nacion" am Mittwoch berichtete, starb er im Alter von 60 Jahren an einem Herzstillstand in Tigre.

Der einst begnadete Fußballspieler ging wegen seines absichtlichen Handspiels bei der WM 1986 in Mexiko als die "Hand Gottes" in die Geschichte ein. Nach seinem unerlaubten Tor im Viertelfinalspiel gegen England sagte er, es sei "der Kopf Maradonas und die Hand Gottes" gewesen. Argentinien gewann mit 2:1. Reue zeigte er erst Jahre später für die Aktion.

Kurze Ambitionen als Vizepräsidentschaftskandidat 

Vor zwei Jahren machte er in seiner Heimat Argentinien Furore, als er Ambitionen auf das Amt des Vizepräsidenten äußerte.

Damals erklärte "D10S", er spiele mit dem Gedanken, als Vizepräsidentschaftskandidat in den Wahlkampf 2019 zu ziehen - an der Seite von Cristina Kirchner, die damals wegen mutmaßlicher Korruption Probleme mit der Justiz hatte. Dazu kam es jedoch nicht.

Papst Franziskus betet für seinen gestorbenen Landsmann

Papst Franziskus sei über den Tod der argentinischen Fußball-Legende informiert worden, teilte Vatikansprecher Matteo Bruni am Abend Journalisten mit. Franziskus erinnere sich mit Zuneigung an die Begegnungen der vergangenen Jahre und gedenke Maradonas im Gebet, wie er es schon in diesen Tagen angesichts der Nachrichten über seinen Gesundheitszustand getan habe, sagte Bruni.

Im Jahr 2016 lief Maradona auf Wunsch von Franziskus, der selbst passionierter Fußballfan ist, noch einmal zu einem Benefiz-Spiel im römischen Olympiastadion auf. Bei dem Anlass schenkte Maradona dem Papst eine 25.000 Euro teure Schweizer Uhr, die dieser zugunsten italienischer Erdbebenopfer versteigerte.

(KNA)

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