Trainer Peter Stöger vorm Dom
Trainer Peter Stöger vorm Dom

04.12.2017

FC-Anhänger beten für respektvollen Umgang in der Fan-Szene "Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt"

14 Spiele ohne Sieg und jetzt auch ohne Trainer. Die Fans danken Peter Stöger für seine Leistung, sagt Roland Junge vom christlichen Fanclub "Totale Offensive Köln" im DOMRADIO.DE-Interview.

DOMRADIO.DE: Einen wunderschönen guten Tag wünsche ich Ihnen – aber kann man überhaupt "wunderschön" sagen, nach dem, was man momentan als FC-Fan so mitbekommt?

Roland Junge (Präsident des christlichen Fanclubs "Totale Offensive Köln"): Naja, die FC-Fans geben die Hoffnung, dass wir den Klassenerhalt schaffen bis zuletzt nicht auf. Von daher kann man schon von einem "wunderschönen Guten Tag" sprechen. Die Ereignisse rund um den FC an sich und die Entlassung des Trainers sind natürlich nicht so schön.

DOMRADIO.DE: Vermutlich ist es ein Auf und Ab der Gefühle. Erst der Einzug in die Europa League, dann 14 Spiele ohne Sieg. Was macht das mit einem?

Junge: Es ist ein Gefühl von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Es ist nicht schön, wie es in der Kommunikation zwischen Verein und in den Medien gelaufen ist. Ich glaube, dass wir wirklich nicht dahinter gucken können, wie es hätte laufen soll, denn die mediale Aufmerksamkeit war relativ groß. Dass man sich im Verein und auch Peter Stöger sich zurückgehalten hat, irgendwelche vorschnellen Äußerungen zu machen, war auch klar.

Grundsätzlich gesehen ist es schade, wie es im Moment ist. Jetzt darf sich der Verein nicht nur einen neuen Geschäftsführer, sondern leider auch einen neuen Trainer suchen. Das geht in der Fan-Szene schwer rum, obwohl in den sozialen Medien immer noch circa 70 Prozent davon überzeugt gewesen sind, dass Stöger bleiben soll. 

DOMRADIO.DE: Peter Stöger war vier Jahre Trainer in Köln – er hat den FC in die erste Liga geführt – er war in der vergangenen Saison sehr erfolgreich. Was wird bleiben? Ist das eher Frust oder ist man auch dankbar für das, was er geschafft hat? 

Junge: Wir sind auf jeden Fall dankbar für die Leistung, die er erbracht hat. Das möchte ich auch noch mal im Namen aller Fans klar stellen, dass wir ihm danken wollen für das, was er geschafft hat. Er hat den Verein zusammengehalten und zusammengeführt. Er hat sich vor seine Spieler gestellt, die Kommunikation von seiner Seite aus war immer eine saubere. Ich denke, er hat dem Verein viel mehr gebracht als das, was jetzt als weinendes Auge übrig bleibt. Natürlich ist es traurig, dass er weg ist.

Es stellen sich ganz viele Leute die Frage, wie es jetzt weitergeht. Das machen wir natürlich auch. Ich denke wir stecken nicht drin, welcher Trainer verpflichtet wird. Wir können nur hoffen und dafür beten, dass alle Beteiligten einen respektvollen, offenen und ehrlichen Umgang miteinander pflegen und, dass negative Einflüsse und Strömungen keinen Patz bekommen, so dass wir vielleicht in der Zeit nach Stöger wieder etwas aufbauen können. 

DOMRADIO.DE: Beten ist ein gutes Stichwort: Wofür betet man als christlicher Fußballfan? Für einen Sieg, für ein gutes Spiel, für eine gute Saison? 

Junge: Wir beten durchaus für den Sieg, für eine gute Saison, für einen respektvollen Umgang. Ich denke, dem Bitten und Beten sind in erster Linie keine Schranken gesetzt. Deswegen werden wir das auch weiterhin tun. Gott wird sich dazu stellen. Ob er das erfüllt, bleibt abzuwarten. Aber ich glaube, das Wichtigste, was wir tun können, ist dafür zu beten, dass es einen respektvollen Umgang gibt und, dass negative Einflüsse innerhalb der Fan-Szene keinen Raum bekommen.

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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